Jasper Teßmann, Lia Thal und Hannes Tamme (v.l.) haben gemeinsam den „frühstarter Podcast“ entwickelt. Foto: t&w

Zukunftsplanung durch Zuhören

Lüneburg. Was macht eine Texterin bei „Jung von Matt“? Wie genau sieht der Alltag eines Nachhaltigkeitsmanagers bei „Fritz Kola“ aus? Und wie wird man Social-Media-Managerin bei „Webnetz“? Antworten auf diese Fragen gibt es jetzt in elf Folgen des „frühstarter Podcasts“.

Seit 2014 sitzt „frühstarter – Talente für die Wirtschaft“ an der Leuphana Universität. Jasper Teßmann gründete das Unternehmen im Anschluss an sein Wirtschaftspsychologiestudium in Lüneburg. „Ziel ist es, jungen Menschen bei ihrer Berufsfindung zu helfen“, erklärt der 36-Jährige. Viele wüssten nicht, was sie nach dem Studium machen wollen. Deshalb organisiert „Frühstarter“ Exkursionen zu Unternehmen, vorrangig in Norddeutschland, für die sich Studenten aus ganz Deutschland kostenlos anmelden können.

Unterstützt wird Teßmann dabei von sogenannten Campusbotschaftern. Diese jungen Leute sind selbst Studenten, planen die Veranstaltungen und stehen in direktem Kontakt zu Professoren und Unternehmensvertretern.

PersönlicherEinblick in den Arbeitsalltag

Der neue Podcast soll das Angebot nun abrunden und ergänzen. Durch Gespräche mit elf Männern und Frauen aus verschiedenen Berufsfeldern bekommen die Hörer einen persönlichen Einblick in den jeweiligen Arbeitsalltag, so Teßmann: „Wir wollen den Studenten dabei helfen, herauszufinden, ob ihr Bild, das sie von einem Unternehmen haben, auch der Wirklichkeit entpricht.“ Teßmann und seine Kollegen Lia Thal und Hannes Tamme haben sich unter anderem mit einem Berater, einer Entwicklerin, einem Steuerberater und einer Personalerin unterhalten: „Wir haben eine große Bandbreite abgedeckt, damit für jeden etwas dabei ist.“ Vorerfahrungen mit Podcasts hatten die drei kaum, lediglich Hannes Tamme hatte schonmal einen Podcast aufgenommen. Für die anderen beiden war alles „learning by doing“, so Thal. Probleme hatten sie trotzdem kaum: „Wir sind an die Unternehmen herangetreten und haben gemeinsam überlegt, wer sich für dieses Format eignen würde“, erklärt die Studentin: „Das lief alles super.“

Einer Herausforderung mussten sie sich aber stellen: „Alle Folgen sind ungefähr 30-minütige Gespräche, wir haben nichts gekürzt oder zusammengeschnitten“, so Tamme. „Eine halbe Stunde Gespräch, ohne peinliches Schweigen oder starke Versprecher? Ich war mir nicht sicher, ob das wirklich klappt“, meint Lia Thal. Dass es funktioniert hat, zeigen die elf Folgen, die man auf der Website von frühstarter sowie auf Plattformen wie Spotify, Apple Podcasts, Soundcloud oder Google Podcasts anhören kann. lvc