Sonntag , 27. September 2020
Im Jugendzentrum Bleckede steht jetzt ein neuer Billardtisch, finanziert durch das Preisgeld beim Förderkorb-Wettbewerb. Jugendpfleger Maik Peyko freut sich über die riesige Unterstützung. Foto: bau

Ausdauer zahlt sich aus

Bleckede. Ausdauer und Willen hat Maik Peyko in seiner aktiven Zeit als Fußballer in Lüneburg und Neetze, Tennisspieler in Amelinghausen oder New-York-Marathon- Läufer häufig bewiesen. Seine Beharrlichkeit hat der Sozialpädagoge jetzt auch als Jugendpfleger für Bleckede-Neetze beim Albert-Schweitzer-Familienwerk beim sogenannten „Förderkorb-Projekt“ des Discounters Penny unter Beweis gestellt.

Der 41-Jährige animierte und motivierte sein Umfeld wochenlang über soziale Medien in Sprach-, Video- und Textnachrichten zum täglichen Abstimmen im ausgeschriebenen Online-Voting-Wettbewerb – mit Erfolg. Denn mit fast 11.000 Klicks landete das Albert-Schweitzer-Werk in der Region auf Platz 1.

Dadurch erhält die Einrichtung ab November zwölf Monate lang monatlich durch Penny-Kunden gespendete Gelder für eigene Aktionen und Projekte mit Kindern und Jugendlichen. Zusätzlich kommt noch ein Preisgeld von 2222,22 Euro dazu.

„Dass wir gewonnen haben und jetzt diese finanziellen Mittel für unsere Vorhaben zur Verfügung haben, ist der Hammer“, freut sich Maik Peyko. Sein „großer Dank“ galt allen Mitstreitern und Unterstützern. „Ich weiß, dass ich vielen Kollegen, Freunden und Bekannten auf die Nerven gegangen bin, aber es hat sich gelohnt“, sagt der Jugendpfleger lachend. Die Kinder und Jugendlichen im Jugendzentrum können sich bereits über einen neuen Billardtisch freuen, finanziert durch das Preisgeld. Peyko: „Der alte Tisch hatte über 25 Jahre auf dem Buckel und war nicht mehr ganz funktionstüchtig.“

108 von 512 Bewerbern werden bedacht

2015 hatte Penny sein Förderprojekt ins Leben gerufen. Seitdem wurden bereits finanzielle Mittel in Höhe von 700.000 Euro vergeben. Gemeinnützige, in der Kinder- und Jugendarbeit engagierte, lokale Organisationen haben die Möglichkeit, sich für einen Förderkorb in Höhe von jeweils 2222,22 Euro zu bewerben. Die Entscheidung darüber trifft eine unabhängige Jury. Für 2019 wurden 108 von 512 Bewerbern damit bedacht. Diese ausgewählten Organisationen und Vereine waren zudem startberechtigt bei der Aktion „Förderpenny“.

Per Online-Voting konnte vom 12. August bis 15. September in 36 regional ausgerufenen Wettbewerben darüber abgestimmt werden, wer jeweils ein Jahr lang durch Penny-Kunden beim Bezahlen gespendete bzw. automatisch auf die nächsten vollen zehn Cent aufgerundeten Beträge erhalten soll. „Rein zufällig“ hatte Maik Peyko von der „tollen Förderkorb-Aktion“ des Discounters erfahren. Er meldete das Albert-Schweitzer-Familienwerk mit einer kurzen Bewerbung und Vorstellung für den Wettbewerb an.

Tägliche „Abstimmen-nicht-vergessen-Erinnerungen“

„Ich hatte nicht damit gerechnet, dass wir zu den drei ausgewählten Siegern gehören würden“, sagt der 41-Jährige. Schmunzelnd fügt er an: „Doch dann wollte ich auch, dass wir ganz vorne landen.“ Entsprechend machte er sein Umfeld mit täglichen „Abstimmen-nicht-vergessen-Erinnerungen“ heiß.

Doch auch die Konkurrenten – ABC Bildungs- und Tagungszentrum e. V. Drochtersen und Kiebitz & Co. Gemeinnütziger Verein zur Kinder- und Jugendpflege in Oberndorf e. V. – schliefen nicht. „Es ging vor allem zwischen dem Bildungszentrum und uns bis zum letzten Tag hin und her“, berichtet Maik Peyko. Am Ende lag seine Einrichtung aber mit knapp 11.000 Klicks vorn.

Ab November erhält die Einrichtung nun monatlich ein Jahr lang die angefallene Summe aus dem Förderpenny aus fast 40 Filialen des Discounters von Standorten in den Landkreisen Stade, Harburg, Rotenburg und Lüneburg. Durchschnittlich können laut Rewe-Group-Pressesprecher Andreas Krämer auf diese Weise zwischen 500 und 800 Euro im Monat zusammenkommen.

Von Marcel Baukloh