Dörte Christensen (v. l.), Brigitte Freienberg vom Kinderladen und Gundi Schmidt freuen sich über die neuen Angebote. (Foto: be)

Auch zum Spielen in die Bibliothek

Adendorf. Tausende Bücher für alle Altersgruppen gibt es in der Bibliothek Adendorf, auch Zeitschriften, Hörbücher, DVDs und CDs. Wer will, kann die aktuelle Tageszeitung lesen. Und seit einigen Monaten werden in der „Bibliothek der Dinge“ auch Gegenstände wie Backformen oder Nähmaschinen ausgeliehen. Jetzt erweitert die Bibliothek ihr Angebot ein weiteres Mal: Ab sofort stehen ein elektronischer und ein hölzerner Spieltisch zur Verfügung.

„Bibliothek ist mehr, als Bücher über den Tisch zu schubsen“, nach diesem Motto arbeiten Leiterin Gundi Schmidt, ihre Stellvertreterin Dörte Christensen und ihr Team seit Jahren. Für das Projekt „Digital und kreativ in Adendorf“ wurde die Bibliothek erst kürzlich mit einer Förderung in Höhe von 62 000 Euro von Seiten der Kulturstiftung des Bundes ausgezeichnet. Neben Adendorf werden Großstädte wie Leipzig, Bremen oder auch Berlin gefördert.

Der Erlös aus dem jüngsten Bücherflohmarkt und die Unterstützung durch den Adendorfer Kinderladen, der gespendete Kindersachen günstig verkauft und seit Jahren Kinder- und Jugendeinrichtungen im Ort fördert, machten nun das neue Angebot für die Bibliotheksnutzer möglich.

Bibliothek als „zweites Wohnzimmer“

Besonders viel verspricht sich das Team der Adendorfer Bibliothek von „Kuti“, einer von Studierenden der Hochschule für angewandte Wissenschaften (HAW) in Hamburg für Bibliotheken entwickelten Spielkonsole in Würfelform. Zahlreiche Ratespiele, über Dinosaurier ebenso wie über Harry Potter, Tiere, Literatur oder Geschichte, können mit „Kuti“ gespielt werden. Wichtig: Gespielt wird nicht allein, sondern zu zweit. Das zweite neue Angebot der Bibliothek ist ein Holztisch, an dem Schach ebenso gespielt werden kann wie Dame oder Mühle.

Für Gundi Schmidt und Dörte Christensen passt das neue Spieleangebot genau in ihre Strategie. Sie wollen die Bibliothek als „zweites Wohnzimmer“ im Leben der Menschen etablieren, oder auch als „dritten Ort“. Als dritten Ort neben dem individuellen Zuhause und dem Arbeitsplatz oder der Schule. „Ein Ort, an dem man sich trifft, wo man liest oder auch gemeinsam spielt.“ pet