Sonntag , 27. September 2020
Von rechts nach links soll das neue Kita-Gebäude in bis zu drei Bauabschnitten fertiggestellt werden. (Foto: Oldenburg.Plesse)

Stück für Stück zur neuen Kita

Scharnebeck. Noch spielen und lernen sie in Containern, doch künftig sollen die Jungen und Mädchen der Kindertagesstätte in Scharnebeck ein neues Dach über dem Kopf haben. Erste Entwürfe für den geplanten Kita-Bau am Dr. Karl-Heinrich-Weg hat der Architekt Gunter Dybowski vom Büro Oldenburg.Plesse bei der Bauausschusssitzung der Gemeinde vorgestellt.

„Wir planen eine sechsgruppige Kita, die in verschiedenen Bauabschnitten umgesetzt werden kann“, sagt Dybowski. Die Überlegungen, eine zweite Kita im Baugebiet „Scharnebeck Nord“ zu errichten, sind nicht neu. Doch da sich die Aufstellung des Bebauungsplans für das Baugebiet immer wieder verzögerte, lag auch das Projekt Kita-Neubau lange Zeit auf Eis.

Zwei Gruppen in Containern

Nun kommt allerdings Bewegung in die Sache: „Wir lassen gerade das letzte Lärmgutachten erstellen und hoffen, bis Ende des Monats alle Unterlagen zusammen zu haben“, erklärt Scharnebecks Bürgermeister Hans-Georg Führinger. Dann sollen die Pläne für das Baugebiet „Scharnebeck Nord“ in die Abwägung gehen und ein Satzungsbeschluss formuliert werden.

Höchste Zeit, auch die Planungen für den Kindergarten-Bau konkreter werden zu lassen. Seit 2017 ist es eng geworden in der bestehenden Kindertagesstätte, zwei Gruppen mussten in angemietete Container umziehen. Gerade wurde eine Verlängerung der Mietdauer um weitere zwei Jahre beantragt.

Erster von drei Bauabschnitten

Gleichzeitig laufen die Planungen für den Neubau an: auf zunächst rund 700 Quadratmetern sollen im ersten Bauabschnitt künftig zwei neue Gruppenräume, ein Bewegungsraum, Verwaltungsräume und auch eine Küche gebaut werden.

Mit zwei weiteren geplanten Bauabschnitten, auf denen Platz für insgesamt bis zu sechs Gruppen geschaffen werden könnte, will sich die Gemeinde für die Zukunft wappnen.

„Das Gebäude muss mit möglichst wenigen Eingriffen erweiterbar sein, und auch die Funktionsräume müssen mitwachsen.“ – Gunter Dybowski , Architekt

„Von Jahr zu Jahr kann ein Modul dazu kommen“, erklärt Hans-Georg Führinger. Die flexible Nutzbarkeit war eine der großen Herausforderungen bei den ersten Entwurfsplanungen, erklärt Dybowski: „Das Gebäude muss mit möglichst wenigen Eingriffen erweiterbar sein, und auch die Funktionsräume müssen mitwachsen“.

Mit dem nun vorgelegten Konzept scheint das auf insgesamt etwa 1300 Quadratmetern möglich zu sein. „Der Bauausschuss hat die Pläne für gut befunden, allen war klar, dass wir einen neuen Kindergarten brauchen“, erläutert Führinger. Für den ersten Bauabschnitt rechnet Scharnebecks Bürgermeister mit Kosten in Höhe von rund zwei Millionen Euro. „Aber das hat uns nicht geschockt, auch das haben wir gewusst“, sagt er.

Von Anke Dankers