Berufe kennenlernen können Mädchen und Jungen beim Zukunftstag wieder nur virtuell. Doch das Angebot stößt auf großes Interesse. (Foto: pixabay)

Tag der gläsernen Unternehmen

Zum zweiten Mal kann der Zukunftstag für Schülerinnen und Schüler wegen Corona nicht in der gewohnten Form stattfinden. Statt Betriebe zu besuchen, können sich die Fünft- bis Neuntklässler nur online informieren. Das Interesse ist aber groß.

Lüneburg. Es geht nur online: Der Zukunftstag für Jungen und Mädchen (Girls’ Day und Boys’ Day) findet in diesem Jahr ausschließlich in digitaler Form statt. Am Donnerstag, 22. April, sind Unternehmen und Institutionen dazu aufgerufen, Schülerinnen und Schülern in den Jahrgängen 5 bis 9 digitale Angebote zur Berufsorientierung zu machen. Die Schulen sind gehalten, Schülern die Teilnahme zu ermöglichen. Ergänzend können die Schulen auch eigene Projekte zur gendersensiblen beruflichen Orientierung anbieten.

Mehr als 60 regionale Unternehmen über Zoom dabei

„Schule ist mehr als eine reine Bildungseinrichtung und kann einen großen Beitrag dazu leisten, dass Schüler einen Beruf finden, der ihren Interessen, Potenzialen und Fähigkeiten entspricht, und der auf lange Sicht Freude bereitet“, sagte Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne. „Das ist umso wichtiger in einer Zeit, in der andere Wege zur beruflichen Orientierung durch Kontaktbeschränkungen und ähnliche Schutzmaßnahmen nahezu komplett weggebrochen sind.“

In Lüneburg sind die Angebote für den Zukunftstag vielfältig. Mehr als 3600 Schülerinnen und Schüler aus dem gesamten Bezirk der Industrie- und Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg haben sich angemeldet. Mehr als 60 regionale Unternehmen werden sich am Donnerstag zwischen 8.30 und 15.15 Uhr den Teilnehmern via Zoom präsentieren.

Anmeldung kurzfristig noch möglich

Die Betriebe greifen gemeinsam mit der IHK das Motto der regionalen Ausbildungskampagne „Moin Future“ auf: Eine Ausbildung machen. Alles werden. Die Angebote reichen von Azubi-Talks über virtuelle Betriebserkundungen bis hin zu Online-Praxisworkshops. Die regionalen Agenturen für Arbeit sind mit Online-Workshops zur Berufswahl mit dabei. Eine kostenfreie Anmeldung ist noch bis Mittwoch, 21. April, unter www.moin-future.de/zukunftstag möglich.

Auch die Polizei macht mit beim Zukunftstag. Polizisten geben Schülern spannende Einblicke in ihren Polizeialltag und stehen live für Fragen zur Verfügung. Kurzentschlossene können die Zugangsslots nach dem „Windhundprinzip“ bei der Wache in Lüneburg abholen. lz

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