Donnerstag , 1. Oktober 2020
Das Denkmal für die 110. Infanterie-Division Am Springintgut in Lüneburg ist mit einer dicken Betonschicht unlesbar gemacht worden. (Foto: wko)

Denkmal mit Beton beschmiert

Lüneburg. Bisher war es immer nur Farbe, diesmal ist es wohl sogenannter Blitzbeton: Das Denkmal für die 110. Infanterie-Division in Lüneburg ist erneut von Unbekannten beschmiert worden. Bei einem Spaziergang hat LZ-Leser Manfred Holst am Donnerstag die Beschädigung entdeckt: Der Beton, der großflächig und bis zu zehn Zentimeter dick auf die Inschrift des Steins aufgetragen wurde, ist bereits hart. Hinter dem Denkstein liegt zudem ein weißes Brett mit einem Symbol darauf: In einem Kreis in schwarzer Farbe ist der Buchstabe C zu sehen. Ob das Brett etwas zu bedeuten hat oder nur zufällig dort liegt, ist unklar.

Der Polizei in Lüneburg lag am Donnerstagnachmittag noch keine Anzeige vor. Im Fall von Ermittlungen würde wahrscheinlich der Staatsschutz eingeschaltet, hieß es. In solchen Fällen müsse von einem politischen Hintergrund ausgegangen werden.

Suzanne Moenck, Pressesprecherin der Hansestadt Lüneburg, sagt: „Wir sehen uns die Beschädigung an und werden den Sachverhalt genauer prüfen.“ In jedem Fall sei mit einer Anzeige gegen Unbekannt zu rechnen.

Zuletzt war der umstrittene Stein Am Springintgut im August mit Farbe beschmiert worden. Damals hatten ebenfalls Unbekannte das Wort „Täter“ auf das Denkmal gesprüht. Der Gedenkstein ist danach wieder gereinigt worden. lz

Denkmal
Hinter dem Stein wurde dieses Brett gefunden. Ob das Symbol mit der Tat in einem Zusammenhang steht und ob es eine Bedeutung hat, ist unklar. (Foto: wko)