Samstag , 26. September 2020
Notwendige Arbeiten sollen in der Adendorfer Eishalle so schnell wie möglich in Auftrag gegeben werden. (Foto: Archiv)

In Adendorf geht es nicht vor Ende November aufs Eis

Adendorf. Eislauffreunde, Eisstockschützen, Eisdiscogänger, Eishockeyspieler und ihre Fans müssen noch länger warten als zunächst vermutet: „Aktuell gehen wir davon aus, dass der Betrieb im Adendorfer Eisstadion am Sonnabend, 30. November, aufgenommen werden kann.“ Nachdem im Stadion ein kapitaler Schaden im Technikraum festgestellt worden war, informierten Matthias Gierke, allgemeiner Vertreter von Bürgermeister Thomas Maack, und Fachbereichsleiter Holger Schölzel gestern im Rathaus über die neueste Entwicklung.

Regulär beginnt die Adendorfer Eislaufsaison immer Anfang Oktober. Nachdem bei den obligatorischen Wartungsarbeiten im Sommer Schäden an der Kälteanlage festgestellt worden waren, Kälteanlagenbauer und Gutachter sich ein Bild gemacht hatten, hieß es vor zwei Wochen aus der Adendorfer Verwaltung: „Der eingesetzte Gutachter schätzt die Lage so ein, dass wir über einen Saisonbeginn im Oktober nicht reden.“

Wie vor zwei Wochen, so ist die Ursache für den Schaden aber immer noch unklar. Was genau defekt ist, warum in der Anlage, die mithilfe von Ammoniak die Eisfläche kühlt, so nicht gewollte chemische Reaktionen erfolgt sind, ist immer noch unbekannt. Denn: Das eigentlich für das vergangene Wochenende erwartete Gutachten liegt doch noch nicht vor. Holger Schölzel: „Wir erwarten es jetzt Mitte dieser Woche.“

Adendorfer EC in großer Geldnot

Am Montagabend befasste sich der Verwaltungsausschuss des Adendorfer Rats mit den Entwicklungen im Eisstadion. Der Ausschuss gab der Verwaltung grünes Licht, den Fachplaner mit der Aufstellung des Leistungsverzeichnisses für die notwendigen Arbeiten zu beauftragen.

Große Sorgen muss man sich beim Adendorfer EC machen, der zuletzt noch auf einen Saisonstart Anfang November gehofft hat. Der Eishockey-Regionalligist muss nun neue Termine für seine ersten fünf Punktspiele finden, wobei nun der Startschuss mit der Auswärtspartie bei den Crocodiles Hamburg 1b am Freitag, 6. Dezember, fallen soll.

Unklar ist auch, ob alle Spieler dem AEC weiter treu bleiben und wie sich die Finanzierungslücke des Vereins füllt. Schon jetzt spricht Finn Sonntag, Geschäftsführer der Eishockey-Spielbetriebsgesellschaft, von einem Minus in Höhe von 30 000 Euro – und dem AEC stehen weitere drei Monate ohne Einnahmen bevor.

Ausführliche Berichte zu dem Thema lesen Sie am Mittwoch in der Landeszeitung. 

Von Ingo Petersen und Andreas Safft