Mittwoch , 23. September 2020
Johann-Karim Schnackenberg (17) und Lasse Meißner (19) mit einem selbstfahrenden Auto. (Foto: nat)

Wenn das Auto nur im Kreis fährt

Lüneburg. Digital, e-mobil und verantwortlich: So lautete zwei Tage lang das Motto für 80 Schülerinnen und Schüler aus Lüneburg und Umgebung, die an der „Summer School Technik“ an der Leuphana teilgenommen haben. Dr. Brit-Maren Block, Dozentin am Institut für Produkt- und Prozessinnovation der Uni, leitete das Projekt und freute sich über die große Resonanz: „Natürlich geht es uns auch darum, Nachwuchs für die Leuphana im technischen Bereich zu finden. Aber erstmal ist es schön, dass die Schüler die Möglichkeit wahrgenommen haben, ein womöglich neues Wissenschaftsfeld und das Leben an der Uni kennenzulernen.“

Johannes Esklony (17) aus der 12. Klasse des Gymnasium Oedeme zeichnete den Aufbau einer Stiftebox in Form des Leuphana-Logos, die später sogar produziert wird. Ihm kam in den Workshops einiges bekannt vor, denn seine Hauptfächer in der Schule sind Mathe und Informatik.

Künstliche Intelligenz in der Kultur

In einem der vier Workshops, die alle in Rotation durchlaufen wurden, ging es um Künstliche Intelligenz in der Kultur. Dort entwarfen die Schüler mithilfe eines Computerprogramms ein Musikstück nach vorgegebenen Kriterien. Tonart und Musikstil wurden eingegeben und später kam ein Lied heraus.

Ein Semester lang wurde die Summer School im sogenannten Komplementärstudium von Studenten vorbereitet. Viktoria Maillard (24) studiert Kulturwissenschaften im sechsten Semester. Sie hatte sich für das Seminar „Summer School 4.0: digital, e-mobil und verantwortlich“ entschieden, weil sie Lust auf Projektarbeit und Planung hatte. Und Künstliche Intelligenz im Kulturbereich sei eben auch ein wichtiges Thema, findet sie. Nun übernahm sie also für zwei Tage die Lehrerrolle und leitete die Schüler bei ihren Projekten an.

„Die Studenten sind richtig cool drauf“, erzählte Lasse Meißner (19), während er ein autonom fahrendes Auto auf die Fahrbahn setzte. „Es ist so programmiert, dass es der Linie folgt und bei rot stehen bleibt.“ Bei einem Auto funktionierte es; ein anderes drehte sich ausschließlich im Kreis. „Das sollte aber lieber nicht im echten Straßenverkehr passieren“, urteilte Johann-Karim Schnackenberg (17) lachend.

Von Natalia Leipholz