Freitag , 18. September 2020
An der Johannes-Rabeler-Schule stehen Bauarbeiten an. Foto: ap

Rabeler-Schule wird saniert

Lüneburg. Ruhe wird an der Johannes-Rabeler-Schule so bald nicht einkehren. Gerade war die Förderschule mit dem Schwerpunkt Lernen wieder Thema, weil sich für die neue 5. Klasse, die nach den Sommerferien gestartet ist, nur zehn Kinder angemeldet haben, obwohl ursprünglich 26 Interesse bekundet hatten. Und bald schon können sich die neuen Fünftklässler und ihre Mitschüler auf Baulärm einstellen. Ein Nebengebäude der Schule muss saniert und umgebaut werden, schließlich wird das Hauptgebäude künftig zur Außenstelle der Oberschule am Wasserturm . „Aber auch die Schüler der Johannes-Rabeler-Schule werden, wenn der Bedarf besteht, Räumlichkeiten im Hauptgebäude nutzen“, sagt Stadtpressesprecherin Ann-Kristin Jenckel. Die Schulleiter beider Schulen hätten bereits angekündigt, eng kooperieren zu wollen.

Oberschule am Wasserurm nutzt ebenfalls Räume

Ende Juni hatte der Rat außerplanmäßig 960.000 Euro für die Arbeiten in dem Nebengebäude bereitgestellt. Vorsorglich, wohlgemerkt. Zu dem Zeitpunkt stand noch nicht mit Sicherheit fest, dass die Förderschule fortgeführt werden kann. Nun, wo die Einrichtung eine zeitlich befristete Zukunft hat, muss die Verwaltung in die Planungen starten. Jenckel sagt, dass zurzeit das Architektenauswahlverfahren stattfinde, danach die Beauftragung erfolge. Erst wenn die Planung und Umsetzung startet, werde sich herausstellen, „wie belastbar die eingangs genannte Zahl aus der Machbarkeitsstudie ist. Aktuell gehen wir aber noch von einem Bauvolumen von 960.000 Euro aus“.

Die Stadt plant, dem Architekten und den Ingenieuren eine Planungsphase bis Ende Dezember einzuräumen, danach soll ausgeschrieben werden. Baubeginn könnte im Frühjahr 2020 sein, für denkbar hält die Verwaltung eine Fertigstellung zum Herbst oder zum Ende des Jahres. Weil das Nebengebäude unter Denkmalschutz steht, muss die Sanierung behutsam vonstattengehen. Entstehen sollen dort insgesamt sieben Verwaltungsräume für Schulleiter, Konrektor, Sekretariat, Lehrerzimmer, Teeküche, Kopierer und Lehrmittel. Zusätzlich sind acht allgemeine Unterrichtsräume, drei fachspezifische und ein Zimmer für die Sozialarbeit eingeplant. Neben einem Aufzug muss das Haus mit neuen Akustikdecken und elektrotechnischen Einrichtungen ausgestattet werden, kündigt Jenckel an. ap

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