Samstag , 31. Oktober 2020
Architekt Andreas Oldenburg, Bauherrin Katja Müller, stellvertretender Bauausschussvorsitzender Herbert Beusch, Unternehmer Stefan Müller, Bürgermeister Jens Böther und Christian Krause von der Stadt beim Spatenstich für die Seniorenresidenz. (Foto: t&w)

Wohnen mit Service

Bleckede. Die Erleichterung ist groß, dass es nun endlich losgehen kann: Vertreter der Stadt Bleckede, Architekt Andreas Oldenburg, die Bauherrin Katja Müller und Bauunternehmer Stefan Müller sind am Marschdeich zusammen gekommen, um gemeinsam den offiziellen Spatenstich der dort geplanten Seniorenresidenz zu feiern. Die Tillmann Bau GmbH wird hier für Investorin Katja Müller 17 eigenständige, barrierefreie Wohneinheiten errichten. Das Konzept der Anlage: Wohnen mit Service.

Eine Hausdame als Ansprechpartnerin

In den Wohnungen sollen individuelle Hilfen angeboten werden, die je nach Bedarf in Anspruch genommen werden können, wie ein Hausnotruf oder Essen auf Rädern. Geplant ist außerdem, dass im Empfangsbereich eine Hausdame als Ansprechpartnerin in allen Service-Fragen zur Verfügung stehen und im Gemeinschaftsraum Gesellschaftsspiele, Kaffeenachmittage, Malen, Gedächtnistraining und ähnliches anbietet. Der Gemeinschaftsraum soll auch für private Feiern genutzt werden können. Lange hatte Katja Müller auf grünes Licht für ihr Projekt warten müssen. Nachbarn waren in Sorge gewesen, dass sich der Bau auf ihre Grundwasserversorgung auswirken könnte. Bis der Bebauungsplan beschlossen und die Genehmigung schließlich erteilt worden war, dauerte es knapp drei Jahre.

„Wir haben hier in der Stadt einen Riesenbedarf an bezahlbarem, kleinem Wohnraum.“ – Jens Böther, Bürgermeister von Bleckede

„Zum Glück, hat Frau Müller sich nie von ihrer tollen Idee entmutigen lassen“, sagt Herbert Beusch, der stellvertretende Vorsitzende des Bleckeder Bauausschusses. „Wir haben hier in der Stadt einen Riesenbedarf an bezahlbarem, kleinem Wohnraum“, bestätigt Bleckedes Bürgermeister Jens Böther. „Wir freuen uns sehr, dass es mit der Nachverdichtung in dieser schönen Ecke jetzt klappt. Die Nachbarschafts- und die Öffentlichkeitsbeteiligung war groß, alles ist gutachterlich geprüft worden. Was hier jetzt passiert ist also absolut wasserdicht.“

Aufgeben stand nicht zur Debatte

Aufgeben habe für Katja Müller nicht zur Debatte gestanden: „Ich war von meinem Projekt von Anfang an überzeugt. Der demographische Wandel ist nun mal da. Die Natur hier ist malerisch, das Schloss und das Biosphaerium um die Ecke, Ärzte und die Innenstadt fußläufig. Hier kann man doch gut seinen Lebensabend verbringen.“ Auch sei sie begeistert von dem an die Elbhöfe angelehnten Entwurf des Architekten Andreas Oldenburg. „Er hat soviel Charme und fügt sich perfekt in das Ensemble hier ein.“

Die Investitionssumme liegt bei etwa 2,5 Millionen Euro. Das Richtfest ist noch für Ende des Jahres angedacht, bezugsfertig sollen die Wohnungen Mitte nächsten Jahres sein.

Von Lea Schulze

In der geplanten Seniorenresidenz sollen 17 altersgerechte Wohneinheiten entstehen. (Illustration: Tillmann Bau)