Donnerstag , 6. August 2020
Dürre statt Wasser: Die Taube Elbe bei Penkefitz. (Foto: rg)

Wieder trockengefallen

Penkefitz. Die Taube Elbe bei Penkefitz ist erneut trockengefallen. Das mehrere Hektar große Gewässer, ein Altarm der Elbe, führt aktuell kein Wasser mehr, ledi glich in einem kleinen Bereich unmittelbar an der Straße zwischen Dannenberg und Penkefitz findet sich in einem vom restlichen Gewässer nahezu abgetrennten kleinen Teich noch etwas Wasser.

Damit ist die Taube Elbe bereits im zweiten Jahr in Folge wasserlos. Das Austrocknen könnte verheerende Auswirkungen auf das Ökosystem des Gewässers haben: Schon als die Taube Elbe im vergangenen Jahr trockenfiel, befürchteten Experten, dass sich das stark negativ auf die dort ansässige Brutkolonie der Trauerseeschwalbe auswirken könnte.

Kolonie der Trauerseeschwalbe bedroht

Die Penkefitzer Kolonie des in Deutschland auf der Roten Liste bedrohter Arten stehenden Vogels ist eine von nur zwei in ganz Niedersachsen. Da sich die Vögel vornehmlich von Wasserinsekten und Fisch ernähren und diese Nahrung auch für die Aufzucht ihrer Brut benötigen, könne das gleich zweimalige Trockenfallen des Gewässers innerhalb eines Jahres das endgültige Aus für die Kolonie bedeuten.

Unklar ist bislang, ob nach der Dürre im vergangenen Jahr überhaupt Trauerseeschwalben dort brüteten: Da der See wochenlang trockenlag, gab es dort in diesem Jahr möglicherweise zu wenig Fischbesatz.

Dass die Taube Elbe trockengefallen ist, liegt zum einen daran, dass es in diesem Sommer wenig Niederschlag gab, zum anderen am niedrigen Pegel der Elbe, da beide Gewässer wasserstandsmäßig miteinander kommunizieren. rg