Mittwoch , 30. September 2020
Die "Krone" an der Heiligengeiststraße. (Foto: be)

Streit bleibt ohne rechtliche Folgen

Lüneburg. Die Ermittlungen im Zusammenhang mit dem Weihnachtsmarkt 2018 auf dem Hinterhof der Krone an der Heiligengeiststraße enden mit einer Überraschung: Die Staatsanwaltschaft hat das Verfahren gegen einen Lüneburger Geschäftsmann eingestellt. Das bestätigt Behördensprecherin Wiebke Bethke. Sie verweist auf den Paragrafen 170 der Strafprozessordnung, das bedeutet für Nicht-Juristen übersetzt: Es besteht kein hinreichender Tatverdacht gegen den Beschuldigten.

Wie berichtet, hatte der Geschäftsmann gemeinsam mit dem Wirt der Krone, Lutz Stoffregen, den Markt veranstaltet. Aufgrund von Videoaufnahmen hatte der Kneipier den Verdacht, dass sein Partner sich an einem Safe an Portemonnaies der Servicekräfte bedient hatte. Es kam zu einem Eklat und einer Anzeige.

Am Ende stimmte die Kasse

Jetzt heißt es von der Staatsanwaltschaft: „Die Einlassungen sind in sich schlüssig.“ Der Beschuldigte habe eingeräumt, am Tresor gewesen zu sein. Er will für Kleingeld an den Ständen gesorgt haben. Das entnommene Geld habe er dann später sozusagen ersetzt. „Am Ende passte der Kassenbestand“, sagt die Sprecherin. Man habe bei den Ermittlungen kein Minus feststellen können. Die Überprüfungen seien allerdings schwierig gewesen, da an den Ständen ohne Registrierkassen gearbeitet worden sei – es gibt also keine exakten Daten.

Wiebke Bethke sagt: „Die Darstellung ist nicht zu widerlegen.“ Und ein Schaden nicht feststellbar. Stoffregen will die Sache nicht kommentieren. ca