Samstag , 24. Oktober 2020
Nachdem die Kutsche wieder aufgerichtet worden war, setzten sich die Pferde mit dem Wagen erneut in Bewegung. Das Gespann kam dann an diesem Kiosk zum Stehen. (Foto: Polizei)

Nach erneutem Kutschenunfall in Lebensgefahr

Schneverdingen. Erneut hat sich in der Lüneburger Heide eine schwerer Unfall mit einer Kutsche ereignet. Bei dem Unglück am Donnerstagnachmittag im Bereich Höpen bei Schneverdingen wurden sechs Menschen schwer verletzt. Eine 79 Jahre alte Frau wurde der Polizei zufolge mit lebensgefährlichen Verletzungen per Rettungshubschrauber in eine Klinik nach Hamburg geflogen. Zwölf Menschen erlitten leichtere Verletzungen.

Auf Gefällstrecke außer Kontrolle

Laut Polizei hatte eine 18-köpfige Gruppe von Rentnern aus der Region Hannover eine Ausflugsfahrt mit einem bei Schneverdingen ansässigen Kutschunternehmen gebucht. Nach dem bisherigem Ermittlungsstand nahm die Kutsche, die von einer 38-Jährigen geführt wurde, auf einer Gefällstrecke zu viel Fahrt auf und geriet außer Kontrolle. Die Kutsche überfuhr einen Findling am Wegesrand und kippte auf die Seite.

Zwei Rettungshubschrauber im Einsatz

Die weiteren Schwerverletzen wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht. Die übrigen Fahrgäste wurden vor Ort durch Rettungskräfte versorgt. Die Kutscherin blieb unverletzt.

Als die Kutsche von Ersthelfern wieder aufgerichtet worden war, setzten sich die Pferde mit der Kutsche erneut in Bewegung. Das Gespann kam dann an einem Kiosk nahe der Landesstraße 121 zum Stehen, berichtete der NDR.

Am Unglücksort war ein Großaufgebot an Rettungskräften aus dem Heidekreis, den Landkreisen Rotenburg und Harburg, der freiwilligen Feuerwehr Schneverdingen im Einsatz. Zudem waren zwei Rettungshubschrauber angefordert worden.

Gerissenes Bremsseil in Egestorf die Unglücksursache

Erst am Mittwoch war bei Egestorf (Kreis Harburg) eine Kutsche mit 14 Menschen an Bord umgekippt. 13 Menschen wurden verletzt, vier von ihnen schwer. Am Donnerstag teilte die Polizei mit, dass ein gerissenes Bremsseil die Ursache für das Unglück gewesen ist. lz

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