Samstag , 26. September 2020
Im Umfeld der Arena will Betreiber Klaus Hoppe bei Bedarf auch Parkplätze der Unternehmen anmieten. Foto: be

Ticket mit Parkplatz

Lüneburg. „Klar ist das eine Herausforderung, denn es ist eng“, weiß Klaus Hoppe. Doch während die Kreispolitik nach der Präsentation der ersten Ergebnisse des Verkehrsgutachtens für die Arena Lüneburger Land seit dieser Woche nunmehr grübelt, ob bei den Großveranstaltungen alles bewältigt werden könne, sieht sich der künftige Betreiber schon einen Schritt weiter: „Man muss das steuern – aber man kann es auch“, ist der Geschäftsführer von Campus Management überzeugt. Hoppes Formel: „Bereits beim Ticketverkauf werden unsere Gäste uns mitteilen, ob sie den Bus und Bahn, das eigene Fahrrad oder das Auto zur Anreise nutzen.“

Bedarfsabfrage im Vorverkauf

95 Prozent aller Eintrittskarten würden bereits im Vorverkauf erworben, rechnet Hoppe vor. Und mehrere Anbieter seien inzwischen in der Lage, Tickets mit zusätzlichen Services wie etwa einem Parkplatz, Shuttle-Nutzung oder Garderoben-Marke zu versehen. „So wissen wir bereits im Vorverkauf, welche Bedarfe wir haben.“

Für viele Veranstaltungen reichten bereits die 272 Stellplätze vor der Arena und die 100 angemieteten auf dem angrenzenden Sallier-Gelände. Mit Lüneparken habe er sich bereits verständigen können, dass bei Bedarf 400 Plätze im Parkhaus am Bahnhof genutzt werden können. Zudem will Hoppe punktuell Stellplätze bei Unternehmen in unmittelbarer Arena-Nähe anmieten. Eigenes Personal würde dafür sorgen, dass der Weg zum Parkplatz und zur Halle geordnet erfolgen könne.

Brücke über die Ilmenau erste Priorität

Hoppe sieht „noch Verbesserungsbedarf bei einigen Vorplanungen“. So habe für den Radverkehr eine Brücke über die Ilmenau „erste Priorität“. Der Weg müsse zudem gut ausgeleuchtet werden. Die Stadt sei hier schon bei der Planung, ist er optimistisch, dass es dafür bis zum Frühjahr 2021 auch eine Lösung geben wird. Der künftige Betreiber setzt auch auf einen stärkeren Shuttle-Verkehr. So kann er sich bei den Volleyball-Spielen vorstellen, mehrere Busse von Reppenstedt durch die Stadt bis zur Arena fahren zu lassen.

Überlegungen des Landrats zu Beginn der Woche, bei Veranstaltungen über 2500 Besuchern auch die Parkplätze am Schiffshebewerk und Schulzentrum in Scharnebeck zu nutzen, seien für ihn neu. Hoppe kommentiert dies mit: „Es ist gut, wenn sich die Politik Gedanken macht.“ Der Campus-Chef setzt darauf, dass die Kreispolitik Ende des Monats grünes Licht für den Weiterbau im bisherigen Volumen gibt und die Arena nicht auf eine Sporthalle reduziert. Größere Veranstaltungen würden künftig noch an Bedeutung gewinnen. „Da ist es total wichtig, dass das klappt. Langfristig hat Lüneburg da einen richtigen Mehrwert.“

von Marc Rath

Mehr dazu:

Arena in Lüneburg, Parken in Scharnebeck

Arena: Mehr Sport, weniger Event, geringere Kosten

Arena-Papier sorgt für Unmut

Hannover wartet auf Arena-Bericht

Kreistag gibt der Arena eine weitere Chance