Dienstag , 11. August 2020
Moderator Michael Thürnau (v.l.) und Stiftungsgeschäftsführer Karsten Behr überreichen dem Adendorfer Umweltbeauftragten Dennis Volland sowie Bürgermeister Thomas Maack einen Scheck sowie eine Urkunde. Der stellvertretende Landrat Norbert Thiemann gratulierte. Foto: dth

„Adendorf ist ein Vorbild für andere Gemeinden“

Adendorf. Rund 300 Quadratmeter Blühfläche im Adendorfer Landschaftspark Teichaue waren am Mittwoch die Kulisse für eine besondere Auszeichnung. Michael Thürnau, Moderator der NDR-Bingo-Sendung, und Karsten Behr, Geschäftsführer der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung (NBU), würdigten das Projekt „Adendorf blüht“ als Projekt des Monats August.

Derzeit sind die beiden Bingo-Vertreter auf einer einwöchigen Jubiläumsrundreise durch Niedersachsen anlässlich des 30-jährigen Bestehens der Stiftung. In Adendorf wurden sie von einem Kamera-Team begleitet, um das dortige Naturschutzprojekt einer größeren Öffentlichkeit im Rahmen der sonntäglichen Sendung „Bingo! – Die Umweltlotterie“ vorzustellen.

Bienenfreundliche Pflanzen ausgesät

Bereits im vergangenen Jahr hatte das Adendorfer Projekt seinen Anfang genommen, gefördert durch die NBU mit einem Beitrag von 3050 Euro. Laut Adendorfs Bürgermeister Thomas Maack hatte der Bauhof der Gemeinde sowie weitere Akteure auf rund 12.000 Quadratmetern Fläche bienenfreundliche Pflanzen ausgesät. Hinzugekommen seien rund 3000 Quadratmeter auf privaten Grundstücken. Initiiert hatte das Projekt der ehrenamtliche Umweltbeauftragte Dennis Volland, der stellvertretend für die Gemeinde eine Ehrenurkunde entgegennahm. Zudem hatte Moderator Thürnau einen Scheck über weitere 500 Euro dabei, die laut Bürgermeister Maack in die Fortsetzung von „Adendorf blüht“ fließen sollen.

Bereits im LZ-Gespräch zuvor hatte NBU-Geschäftsführer Behr das Engagement der Kommune und weiterer Akteure, vom Bürgerverein bis hin zur Grund- und Oberschule, gelobt. Sie alle hatten sich aktiv an dem Blühprojekt beteiligt, das zudem vom Hagebaumarkt in Adendorf mit Saatgut und praktischer Hilfe unterstützt worden war. Behr: „Immer mehr Menschen sind dafür sensibilisiert, dass wir etwas gegen das Insektensterben tun müssen. Adendorf ist mit seinem Projekt ein Vorbild für andere Gemeinden. Hoffentlich findet das auch viele Nachahmer.“

Feierstunde im Park Teichaue

Gleichwohl muss man ein Jahr nach Beginn der Aktion im Adendorfer Ortsbild schon genau hingucken, um die gut verteilten Blühflächen zu entdecken, die es unbestritten gibt. Doch schon bei der Ausrichtung der kleinen Feierstunde im Park Teichaue zeigte sich der Widerspruch zwischen dem Ziel, möglichst viele insektenfreundliche Flächen zu schaffen und andererseits dem Gedanken, Erholungssuchenden im Park eine ordentliche Grünfläche zu präsentieren. Maack räumte gegenüber der LZ ein, dass das Parkareal rund um die 300 Quadratmeter Blühstreifen vorher runtergemäht worden sei. Aber mit Blick auf die Pflege des Straßenbegleitgrüns im Ort betonte Maack, „wir achten schon darauf, dass wir erst mähen, wenn die Blühzeit vorüber ist“. dth