Samstag , 19. September 2020
Der Hamburger Verkehrsverbund will 1,8 statt 2,2 Prozent draufschlagen (Foto: A./t&w)

HVV-Fahrpreiserhöhung etwas geringer

Hamburg/Lüneburg. Der Hamburger Verkehrsverbund (HVV) strebt eine geringere Fahrpreiserhöhung an, als zuletzt beabsichtigt. Ursprünglich wollte der Verbund, in dem neben der Hansestadt Hamburg beispielsweise auch die Landkreise Harburg und Lüneburg Mitglied sind, die Preise zum Fahrplanwechsel am 15. Dezember um 2,2 Prozent erhöhen. Nach einer Eingabe des Hamburger Bürgermeisters Peter Tschentscher und einer Diskussion im HVV-Aufsichtsratssitzung am vergangenen Freitag soll die Tariferhöhung nun etwas geringer ausfallen.

„Die Fahrkartenpreise sollen insgesamt nicht stärker steigen als die Inflationsrate mit 1,8 Prozent. Darüber hinaus werden einige Fahrkarten von der Anhebung gänzlich ausgenommen“, das teilt die Pressestelle des HVV mit. Zudem sollen beispielsweise die Senioren-Karten, die Schüler-Karten sowie die Karten für Auszubildende von der Tarifanhebung ausgenommen werden. Weiter soll die morgendliche Sperrzeit für Senioren-Karten entfallen und die Preise für die Kurzstrecken und Nahbereichs-Karten werde nicht angehoben.

So bleiben die Preise für Einzelkarten im Nahbereich beispielsweise für Busfahrten in der Stadt Lüneburg bei 2,30 Euro. Eine Ganztageskarte für den heutigen Gesamtbereich (Tarifringe A bis E), beispielsweise von Lüneburg bis Hamburg, kostet hingegen noch 19,60 Euro. Künftig wird eine Ganztageskarte für die fünf Ringe um 30 Cent teurer. Die 9-Uhr-Gruppenkarte steigt im Preis von 26,50 auf 26,90 Euro. Da mit dem Fahrplanwechsel das HVV-Tarif-Gebiet auf der Schiene unter anderem auch um die Landkreise Heidekreis und Uelzen erweitert wird, gibt es künftig den zusätzlichen Tarif-Ring F und damit ein neues Gesamtbereichsticket, die Ganztageskarte dafür soll 23,70 Euro kosten, die 9-Uhr-Gruppen-Karte 27,90 Euro. Auch die Vollzeitkarten im Abo werden mehrheitlich um 1,8 Prozent teurer. Die geplanten Änderungen sind vorbehaltlich einer Zustimmung des Hamburger Senats.

Von Dennis Thomas