Sol es eine Ausbildung im Handwerk sein? Die Paten könnten bei der Entscheidung helfen. Foto: Adobe Stock

Paten sollen Weg in eine erfolgreiche Zukunft ebnen

Lüneburg. Engagierte ehrenamtliche Paten unterstützen Schüler und Auszubildende auf ihrem Weg ins Berufsleben. Ganz nach dem Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“ wer den derzeit 114 Patenschaften in der Stadt von der Organisation Ausbildungsbrücke betreut. Sie bieten eine individuelle Betreuung zu einer beruflichen Perspektive.

Mal geht es darum, den Schulabschluss zu schaffen, mal darum, einen Ausbildungsplatz zu finden oder die laufende Lehre erfolgreich abzuschließen. Die Paten selbst, so der Gedanke, sollen durch ihre Berufs- und Lebenserfahrung den Jugendlichen bei Problemen zur Seite stehen und ihnen auf dem weiteren Weg helfen. Bei regelmäßigen Treffen tauschen die Paten ihre Erfahrungen aus. Gemeinsam diskutieren sie dabei, wie die Schule den Prozess der Berufsorientierung besser unterstützen kann. Außerdem kann es manchmal sehr hilfreich sein, wenn ein Pate bei einer Firma nachfragt, warum eine Bewerbung nicht erfolgreich war. Das kann er dem Jugendlichen weitergeben, sodass der im Wissen um seine Schwächen beim nächsten Versuch womöglich mehr Erfolg hat.

Wie ein Trainer, der analysiert und Strategien entwickelt

„Jeder Schützling hat einen Paten, der ihn individuell betreut. So können wir uns an dessen Bedürfnisse anpassen und gemeinsam herausfinden, welche Ziele der junge Mensch verfolgt und umsetzen will“, verdeutlicht Heinrich Bär, Gesamt-Koordinator für die Region Lüneburg. Diese Partnerschaft basiere auf Freiwilligkeit und Vertrauen. „Ähnlich wie beim Fußballspiel. Der Pate nimmt die Rolle des Trainers ein, beobachtet, analysiert und entwickelt Strategien. So können ungenutzte Stärken zum Erfolg führen“, erklärt Claus Petersen, Koordinator an der Christianischule. Die Oberschule ist eine von sieben Kooperationsschulen in Lüneburg, die an dem Projekt teilnehmen. Viele weitere würden es auch gerne. Jedoch ist die Zahl der Paten viel geringer als die der Schüler, die Unterstützung bräuchten. „Im Mittelpunkt steht zwar der junge Mensch, doch das Projekt gibt beiden Seiten sehr viel“, ist Gerhard Müller von der Ausbildungsbrücke überzeugt.

Das Verhältnis basiere fast immer auf gegenseitigem Respekt und Wertschätzung. Daraus seien trotz des Altersunterschiedes zwischen Paten und ihren Schützlingen bereits Freundschaften fürs Leben entstanden. Pate werden kann fast jeder. Bedingung ist eine abgeschlossene Berufsausbildung oder ein Studium. Außerdem muss ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis vorgelegt werden. Bär wirbt für die Teilnahme: „Es tut gut, einen Beitrag für unsere Jugend zu leisten. Wir werden das noch so lange tun, wie wir gebraucht werden.“

Die Ausbildungsbrücke in Lüneburg ist zu erreichen unter (04131) 18475.

Von Malin Mennrich