Sonntag , 20. September 2020
Der Feuerwehrnachwuchs im Zeltlager bei Erbstorf stümt auf den LZ-Fotografen zu. (Foto: t&w))

Die Lebensretter von morgen kommen

Erbstorf. Auf dem Feuerwehrgelände rückt die Region enger zusammen: Sonst etliche Kilometer von einander entfernt, liegen hier beispielsweise Rehlingen, Häcklingen und Lüdershausen direkt nebeneinander. Davon künden die Ortsschilder, die die Kinder und Jugendlichen vor ihren Zelten aufgestellt haben. Rund 620 Teilnehmer aus dem gesamten Kreisgebiet haben sich seit dem Wochenende im Adendorfer Ortsteil Erbstorf niedergelassen. Für eine Woche campieren sie in der kleinen Zeltstadt. Es ist die nunmehr 25. Auflage des Lüneburger Kreisjugendfeuerwehrzeltlagers, das alle drei Jahre den Feuerwehrnachwuchs zwischen Elbe und Heide zusammenführt.

Als „Lebensretter von morgen“ begrüßte Adendorfs Bürgermeister Thomas Maack die Jugendfeuerwehren, die in Reih und Glied auf dem großen Gelände südöstlich von Erbstorf aufmarschiert waren. Kreisjugendfeuerwehrwart Stefan Schulz freute sich über die rege Teilnahme. Insgesamt rund 80 Unterkunftszelte, mit einer Größe von oftmals sechs mal zehn Metern, sind auf dem mehr als einen Hektar großen Gelände verteilt. Einige Jugendfeuerwehren haben ihr neues Quartier mit Pavillons erweitert. Laut Schulz sind rund 50 Helfer im Dauereinsatz, um den möglichst reibungslosen Ablauf des derzeit größten Zeltlagers in der Region zu gewährleisten.

Mehr als 1200 Mahlzeiten

Für das leibliche Wohl sorgt unter anderem das Küchenteam des Lüneburger Kreisbereitschaftszuges I. Die Helfer bereiten jeweils das Frühstück und das Abendessen in der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Scharnebeck vor und liefern dann täglich insgesamt mehr als 1200 Mahlzeiten zum Zeltlager in Erbstorf. Um das Mittagessen kümmert sich zusätzlich ein Caterer.

Die Organisatoren haben für die Kinder und Jugendlichen im Alter zwischen zehn und 18 Jahren ein anspruchsvolles Programm zusammengestellt. Immerhin sollen die Teilnehmer noch bis kommenden Sonnabend beschäftigt und gut unterhalten werden. Den Auftakt machte am ersten Abend beispielsweise ein Nacht-Orientierungsmarsch. Heute folgt unter anderem ein Breakball-Turnier. Und morgen ab 14 Uhr fallen die Jugendfeuerwehren im Adendorfer Freibad ein für die geplanten Schwimmwettbewerbe. Auf die freut sich beispielsweise Jonah (10) aus Amelinghausen besonders. Aus dem Heideort und dem benachbarten Rehlingen haben sich die Jugendfeuerwehren für das Zeltlager zusammengetan. Zum vierten Mal mit dabei ist auch Jugendwart Dennis Knoblich. „Das wird ein richtiger Spaß! Wo hat man sonst so viele Kinder und Jugendliche auf einem Haufen?“

Abwärtstrend bei Jugendfeuerwehren gestoppt

Abendverstaltungen für die Jugendfeuerwehren finden zudem zentral auf dem Feuerwehrgelände in einem 15 mal 40 Meter großen Festzelt statt – dort steigen dann selbstkreierte Shows bis hin zur Zelt-Disco.

Das Zeltlager sei geeignet, um den Zusammenhalt des Feuerwehrnachwuchses zu festigen, sagt Kreisjugendfeuerwehrwart Schulz. Der Abwärtstrend bei den Jugendfeuerwehren sei indes gestoppt und stagniere seit zwei Jahren. Die aktuelle Mitgliederzahl der Jugendfeuerwehren betrage laut Kreisjugendfeuerwehrwart Schulz aktuell 856.

Von Dennis Thomas