Um viele Infektionen in den Wohnanlagen zu verhinden, soll die Bevölkerung in Kaltenmoor bald vorrangig geimpft werden. (Foto: be)

Mobiles Impfen in Kaltenmoor?

Stadt und Landkreis Lüneburg erarbeiten ein Corona-Konzept für das Quartier, damit es in Kaltenmoor mit den Impfungen gleich nach der Aufhebung der Impfpriorisierung losgehen kann. Köln dient dabei als Vorbild.

Lüneburg. Gemeinsam mit der Lüneburger Stadtverwaltung wird das Impfzentrum des Landkreises jetzt ein Konzept für mobile Impfaktionen zum Schutz vor Corona in bevölkerungsreichen Quartieren erarbeiten. Das kündigte Landrat Jens Böther (CDU) der Landeszeitung an. Diese Initiative könne starten, wenn die Priorisierung bei der Impfung aufgehoben ist und dann alle Menschen geimpft werden könnten, betonte Böther.

Verstärkte Aufklärung in verschiedenen Sprachen

Flankierend soll zuvor in den Vierteln schon eine verstärkte Aufklärung stattfinden. Informationsmaterial in verschiedenen Sprachen stellt der Landkreis Lüneburg auf corona.landkreis-lueneburg.de/sprachen zur Verfügung. Passend zu dem neuen Angebot werde zusätzliches Material vorbereitet, das einzelne Zielgruppen direkt ansprechen soll.

„Ich kann mir sehr gut regelmäßige Angebote vorstellen, sodass sich feste Tage etablieren“, sagt Oberbürgermeister Ulrich Mädge in einer Pressemitteilung und nennt als einen möglichen Standort Kaltenmoor. Wie die genaue Umsetzung aussieht, soll erst erarbeitet werden. So ist zu klären, wo die Menschen in den jeweiligen Quartieren ihre Impfungen erhalten können, welche Abläufe sinnvoll sind und wie man die Zielgruppen am besten erreichen kann.

Linke fordert Kulturmittler vor Ort

Auf den Lüneburger Stadtteil Kaltenmoor zielt auch ein Antrag der Linke-Kreistagsfraktion. „Es sollten Kulturmittler vor Ort sein, um Fragen der betroffenen Personen zu beantworten“, schreibt Fraktionsvorsitzender Markus Graff.

Der Einsatz von mobilen Impfteams war Anfang der Woche in der Bundespolitik angestoßen worden, unter anderem von SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz. Erste Erfahrungen gibt es bereits in der Stadt Köln.

Von Marc Rath

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