Jonas Meyer möchte sich mit seiner Ausbildung eine fundierte Grundlage für ein mögliches Studium schaffen. Foto: nh/tonwert21.de

. . . und am Ende des Tages hat man etwas geschaffen

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Der Beruf des Technischen Produktdesigners hört sich im ersten Moment sehr modern an – tatsächlich existiert er aber bereits seit 1937 – da hieß der Beruf nämlich noch Technischer Zeichner. Und es gibt gute Neuigkeiten für kreative Computer-Freaks, denn seit 1990 gehört auch das Erlernen von CAD-Programmen (rechnerunterstützte Konstruktion und Arbeitsplanung) mit zur Ausbildung dazu. Du kannst dir also dein Hobby zum Beruf machen – und genau das hat Jonas Meyer getan. Er sorgt dafür, dass auch große Geräte ein schönes Design haben und dabei auch noch richtig funktionieren. Er arbeitet dabei eng mit Ingenieuren und anderen Produktdesignern zusammen und unterstützt deren Arbeit. Während seiner Ausbildung wird er hierfür auf diverse Programme spezialisiert, um 3-D-Datensätze und -Dokumentationen für Bauteile und Baugruppen zu erstellen und zu modifizieren.

Jonas Meyer macht seine Ausbildung zum technischen Produktdesigner bei der Firma Nordson Engineering GmbH in Lüneburg. Für ihn war es wichtig, nach der Schule erstmal Praxiserfahrung zu sammeln und dann die Möglichkeit eines anschließenden Studiums zu haben.

Warum hast Du Dich für Deine Ausbildung entschieden?
Ich habe mich für eine Ausbildung zum Technischen Produktdesigner entschieden, um eine fundierte Grundlage für eine an die Ausbildung anschließende Weiterbildung (Studium) zu erlangen. Der Ausbildungsberuf zum Technischen Produktdesigner in der Fachrichtung Maschinen- und Anlagenkonstruktion bietet mir dabei ein breites Wissen über die Bereiche Konstruktion, Fertigung, Montage, das Projekt- und Qualitätsmanagement und vermittelt viele technische Grundlagen.
Außerdem wollte ich im Anschluss an die Schule erstmal Praxiserfahrungen sammeln und weg von dem rein theoretischen Alltag in Schule oder Studium.

Was begeistert Dich an Deinem Ausbildungsalltag?
• Die Zusammenarbeit mit anderen Kollegen und Azubis macht viel Spaß.
• Der breite Überblick über viele verschiedene Abteilungen im Betrieb während der Ausbildungszeit. So lässt sich in jedem Bereich immer etwas Neues, Interessantes lernen und mitnehmen.
• Außerdem kann man in verschiedenen Projekten schon erste Verantwortung übernehmen.

Hast Du Dir die Ausbildung so vorgestellt?
Ja.

Was gefällt Dir an Deiner Ausbildung am besten?
Mir gefällt die Verknüpfung von Kreativität und Praxis. Als Produktdesigner ist man verantwortlich für die Funktion und das Aussehen des späteren Produktes. Man sieht am Ende des Tages, was man geschafft hat.
Am besten ist, wenn man am Ende des Projekts die fertige Maschine sieht, die man entworfen oder an ihr mitgearbeitet hat. Wenn sie dann auch noch genau so funktioniert, wie man es vorgesehen hat, ist man schon etwas stolz.

Welche Tipps würdest Du anderen Auszubildenen geben?
Bleibt am Ball, dann wird der Ausbildungs- und Schulalltag umso einfacher und man verliert nicht den Anschluss. Außerdem sollte man immer offen sein für Neues, auch wenn es auf den ersten Blick vielleicht nicht spannend klingt. Manchmal ergeben sich ungeahnte Interessen.

Wie stellst Du Dir Deine Zukunft vor?
Ich möchte mich nach der Ausbildung weiterbilden und ein Studium absolvieren. Während des Studiums möchte ich aber trotzdem meine Praxiserfahrung weiter ausbauen. Langfristig kann ich mir vorstellen, bei Nordson zu bleiben und mich dabei weiter zu qualifizieren.

Ausbildung technischer Produktdesigner

Gehalt: 1. Jahr: 830 bis 930 Euro; 2. Jahr: 910 bis 980 Euro; 3. Jahr: 980 bis 1060 Euro; 4. Jahr: 1010 bis 1120 Euro

Empfohlener Schulabschluss: Fachabitur

Dauer der Ausbildung: 3,5 Jahre

Arbeitszeiten: werktags

Zukunfschancen (Weiterbildung, Studium): Staatlich geprüfter Techniker/Gestalter, Technischer Betriebswirt, Studium an der Fachhochschule, z.B. Konstruktionstechnik oder Maschinenbaustudium sowie ein Studium an der Universität.

Voraussetzungen, das wünscht sich dein Ausbildungsbetrieb: räumliches Vorstellungsvermögen, technisches Verständnis sowie gute Noten in Mathe und Physik.

Du solltest Technische/r Produktdesigner/in werden, wenn …

  • du häufig neue Ideen hast.
  • der Umgang mit Zahlen dir Freude bereitet.
  • du bereits im Kindergarten schon die besten Bilder „gezeichnet“ hast.

Du solltest auf keinen Fall Technische/r Produktdesigner/in werden, wenn …

  • Mathematik dein absolutes Hassfach in der Schule ist/war.
  • du dir nicht vorstellen kannst deinen Arbeitstag vor dem PC-Bildschirm zu verbringen.
  • kein Gefühl für räumliche Darstellungen hast.

Quelle: ausbildung.de

Moin Future macht Schule

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