Dienstag , 20. Oktober 2020
Luisa Möhlenbruch mag praxisnahes Lernen und schätzt den Austausch mit langjährigen Mitarbeitern. Foto: t&w

Praxisnahes Lernen begeistert

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Lüneburg. Pflanzenbau, Saaten, Getreide, Raps, Mais, Zwischenfrüchte, Energiepflanzen, Körnerleguminosen, Tierfutter und -bedarf, Düngemittel und vieles mehr, das sind die Produkte, mit denen Luisa Möhlenbruch in der Firma Rudolf Peters Landhandel täglich konfrontiert wird. Beispielsweise kauft sie eine bestimmte Menge Düngemittel von einem großen Hersteller und sorgt dafür, dass sie letztendlich dann auch im Regal ihres Ausbildungsbetriebes landen. Dabei achtet sie darauf, dass die Lagerung der Produkte möglichst wenig Kosten verursacht, dass die Lieferung an die Firma Rudolf Peters Landhandel ohne Pannen vonstattengeht, außerdem überprüft sie, ob die Ware in dem bestellten Umfang angekommen ist und wie viel davon nun im Lager ist. Aufgrund dieses Controllings weiß Luisa Möhlenbruch immer, wann wieder neues Düngemittel nachbestellt werden muss.

Luisa Möhlenbruch lernt Kauffrau im Groß- und Außenhandel bei der Firma Rudolf Peters Landhandel. Sie hat bereits eine Ausbildung als Pferdewirtin absolviert und sich dann noch für eine anschließende Ausbildung zur Groß- und Außenhandelskauffrau entschieden. Für euch hat sie einige Fragen über ihren Ausbildungsalltag beantwortet, schaut doch einfach einmal, ob euch dieser Beruf auch gefallen könnte.

Warum hast Du Dich für Deine Ausbildung entschieden?
Nach meiner ersten Ausbildung zur Pferdewirtin wollte ich unbedingt noch etwas Kaufmännisches lernen. Mit einer Lehre zur Kauffrau im Groß- und Außenhandel kann man sich in der heutigen Zeit in jede erdenkliche Richtung entwickeln. Diese Tür möchte ich für mich öffnen. Zudem mag ich das praxisnahe Lernen und den Austausch mit langjährigen Mitarbeitern.

Was begeistert Dich an Deinem Ausbildungsalltag?
Ich habe jeden Tag unterschiedliche Dinge auf dem Tisch und gehe jeden Tag mit etwas Neugelernten nach Hause. Trotzdem habe ich eine gewisse Struktur und einen Leitfaden, der mir den Weg vorgibt. Jeden Tag den Austausch mit den Kollegen zu haben, jeden Tag andere Kunden kennenzulernen und jeden Tag neue Probleme/Aufgaben zu lösen, finde ich einfach unheimlich interessant.

Hast Du Dir die Ausbildung so vorgestellt?
Ja und Nein. Ja in gewisser Weise was die Arbeit angeht und die Aufgaben im Betrieb. Nein bezugnehmend auf die tatsächlichen Lerninhalte in der Schule. Ich lerne viel was man schon unter Allgemeinwissen einsortieren könnte, dieses wird mir im Leben helfen, egal ob ich weiter in dem Beruf bleibe oder nicht. Was ich auch nicht gedacht hätte, dass es wirklich so vielfältig ist. Ich interessiere mich natürlich auch sehr für die Agrarbranche, aber auch so hat diese Ausbildung unglaublich viele Facetten.

Was gefällt Dir an Deiner Ausbildung am besten?
Ich habe die Möglichkeit unheimlich viel Fachwissen von den Kollegen aufzugreifen und dann für mich umzusetzen.

Was magst Du vielleicht gar nicht?
Da gibt es eigentlich nichts. Natürlich gibt es Aufgaben die eintönig sind z.B. Ablage. Aber es gehört dazu und es ist ja nicht meine Hauptaufgabe.

Welche Tipps würdest Du anderen Auszubildenen geben?
Interesse zeigen und auf die Kollegen zu gehen. Wenn sie merken das man Interesse hat und etwas lernen möchte, helfen sie unheimlich viel. Geben auch mal Tipps, die sonst vielleicht gar nicht so zur Sprache gekommen wären. Möglichst alles hinterfragen, um schneller die Abläufe im Unternehmen zu verstehen. Was zusätzlich, finde ich, unheimlich wichtig ist, dass man zumindest etwas Interesse an der Branche hat, in der das Unternehmen wirtschaftet. Es fällt einem dann einfach alles leichter.

Wie stellst Du Dir Deine Zukunft vor?
Eine genaue Vorstellung habe ich noch gar nicht. Ich habe für mich entschieden, ich möchte in der Agrarbranche bleiben. Mittlerweile kann ich mir auch gut vorstellen in der kaufmännischen Richtung zu bleiben (ich war mir am Anfang nicht sicher, ob das wirklich für immer etwas ist, da ich eher ein Mensch bin der sich wohlfühlt, wenn er den ganzen Tag draußen und aktiv ist. Ich möchte mein Fachwissen noch um einiges erweitern. Wohlmöglich auch noch eine Fachschule im Agrarbereich besuchen. Um dann wieder als Kauffrau in einem Agrarunternehmen Fuß zu fassen. Eigentlich möchte ich aber alles einfach auf mich zukommen lassen. Am Ende wird man merken, was richtig und was falsch für einen ist. Zumindest weiß ich, das ich mit meinem Bildungsstand nach meiner Ausbildung kaum noch Grenzen habe, was die mögliche Berufswahl angeht.

Ausbildung zur Kaufmann/-frau im Groß- und Außenhandel

Gehalt: 1. Jahr: 658 bis 890 Euro; 2. Jahr: 700 bis 940 Euro; 3. Jahr: 815 bis 999 Euro

Empfohlener Schulabschluss: Mittlere Reife

Dauer der Ausbildung: 3 Jahre

Arbeitszeiten: werktags, Wochenendarbeit möglich

Zukunfschancen (Weiterbildung, Studium): Staatlich geprüfter Betriebswirt, Weiterbildung zum Fachkaufmann, Weiterbildung zum geprüften Wirtschaftsfachwirt, Selbstständigkeit sowie auch ein Studium.

Voraussetzungen, das wünscht sich dein Ausbildungsbetrieb: Spaß an Kundenkontakt sowie gute Noten in Mathe und Englisch.

Du solltest Kaufmann/-frau im Groß- und Außenhandel werden, wenn …

  • du Spaß am Verkaufen hast.
  • dir organisiertes Arbeiten Spaß macht.
  • Büroarbeit dein Ding ist.

Du solltest auf keinen Fall Kaufmann/-frau im Groß- und Außenhandel werden, wenn …

  • du als chaotisch bekannt bist, weil du so oft Termine verpeilst.
  • du bei Referaten oder Präsentationen tierisch nervös wirst.
  • du zu schüchtern bist, klare Ansagen zu machen.

Quelle: ausbildung.de

Moin Future macht Schule

Lehrerinnen und Lehrer aufgepasst:

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