Die Gemeinde will nun mit verschiedenen Car-Sharing-Anbietern verhandeln. (Foto: t&w)

Interesse an Car-Sharing

Südergellersen. In den Gellerser Dörfern besteht ein großes Interesse an der Nutzung eines Car-Sharing-Angebotes. Das ist das Ergebnis einer Umfrage, die jetzt im Gemeinderat Südergellersen vorgestellt wurde. Im April war auf Initiative der Gemeinde ein Fragebogen an alle Haushalte in Südergellersen, Heiligenthal, Kirchgellersen, Westergellersen und Dachtmissen verteilt worden. Entwickelt worden waren die Fragen im Rahmen einer Bachelorarbeit an der Leuphana unter Betreuung von Dr. Peter Pez. Der fasste im Rat die Ergebnisse so zusammen: „Wir waren positiv überrascht. Das dürfen Sie regelrecht als Auftrag verstehen.“

Zwei Drittel der Befragten sind interessiert

Insgesamt waren 270 Antwortbögen eingegangen. Rund zwei Drittel der Teilnehmenden zeigten sich an einer Nutzung interessiert. Knapp ein Drittel hält das Konzept für sinnvoll, hat aber momentan keinen Bedarf. 40 Prozent würden auch ein E-Bike-Angebot nutzen. Und 58 Prozent erklärten, bei einem Car-Sharing-Angebot auf ihren Zweit- oder Drittwagen in der Familie verzichten zu wollen. Die Ergebnisse seien natürlich nicht repräsentativ, stellte Pez klar. Entscheidend seien jedoch die absoluten Zahlen: „Die Nutzungsquote ist so hoch, dass sie tragfähig ist für ein Car-Sharing-Angebot.“ Er empfahl, mit Anbietern über einen Start in Kirchgellersen und Südergellersen zu verhandeln, weil hier die höchste Resonanz sei und das Angebot später auszuweiten.

Gespräche mit verschiedenen Anbietern

Auch Bürgermeister Steffen Gärtner (CDU) zeigte sich „überrascht und erfreut“ über das Ergebnis. Die Gemeinde wolle nun als „Ideengeber“ in Verhandlungen mit verschiedenen Anbietern treten. Verantwortlich wäre die Kommune auf jeden Fall dafür, einen Stellplatz und eine E-Ladestation einzurichten. Für letztere halten sich die Kosten mit 3000 Euro dank Fördermitteln in Grenzen.

Teure Bedarfsampeln 

Deutlich teurer würde die Kommune die Einrichtung von Bedarfsampeln an der Kreisstraße kommen. Im Gespräch sind dafür zwei Standorte: vor dem Kindergarten (ca. 62 000 Euro) und in der Dorfmitte Höhe der Straße „In de Masch“ (ca. 81 000 Euro). Dabei treiben die Ablösungskosten an den Landkreis die Summen in die Höhe. Der Rat verständigte sich darauf, zunächst die Auswertung der neuen Geschwindigkeitsmessanlage abzuwarten und das weitere Vorgehen bei einer Ortsbegehung zu erörtern. Einstimmig sprach sich der Rat dafür aus, für die beiden Bushaltestellen „Stähwiesen“ einen Förderantrag zum barrierefreien Ausbau zu stellen. Welches neues Klettergerüst auf dem Spielplatz Stähwiesen aufgebaut wird, ist noch nicht entschieden: Die Kinder hatten einen Favoriten benannt, für zwei Modelle sollen jetzt Angebote eingeholt werden. Die Kosten liegen bei rund 20 000 Euro. uk