Dienstag , 20. Oktober 2020
Die Mieten in und um Lüneburg klettern weiter in die Höhe - und es ist kein Ende in Sicht. Foto: phs

Mieten auf Rekordhoch

Lüneburg. Die teuersten Wohnungen im Landkreis gibt es derzeit – wen wundert es – in der Stadt Lüneburg selbst. Stolze neun Euro im Schnitt müssen Mieter pro Qu adratmeter für die Kaltmiete zahlen. Eine typische Dreizimmerwohnung mit 80 Quadratmetern kostet entsprechend 720 Euro im Monat, dazu kommen noch die Nebenkosten wie etwa Strom und Heizung. Wer es deutlich günstiger haben möchte, muss sich von Lüneburg entfernen: In Dahlenburg kostet der Quadratmeter im Schnitt 5,80 Euro pro Quadratmeter, die besagte Dreizimmerwohnung würde dort mit 460 Euro zu Buche schlagen, im Amt Neuhaus sind es sogar nur 410 Euro (5,20 Euro pro Quadratmeter).

Keine Anzeichen für Trendwende

Diese Daten hat das Berliner Maklerunternehmen Homeday ermittelt und dabei herausgefunden, dass sich die Preise für Neuvermietungen in Lüneburg in den vergangenen fünf Jahren um 21,2 Prozent erhöht haben – das Einkommen der Bürgerinnen und Bürger hat diese Steigerung im selben Zeitraum jedoch nicht so stark erfahren.

„Mit einem weiteren Anstieg der Mietpreise muss auch in diesem Jahr wieder gerechnet werden”, prognostiziert Homeday-Gründer und Geschäftsführer Steffen Wicker. „Konkrete Anzeichen, die für eine allgemeine Trendwende sprechen, lassen sich bislang nicht ausmachen. Ähnlich wie beim anhaltenden Immobilienboom ist der Gipfel bei den Mieten vielerorts noch nicht in Sicht.“

Eigenheime in Lüneburg, Adendorf und Bardowick am teuersten

Wer sich vom Mieten verabschieden möchte und den Kauf einer Wohnung in Erwägung zieht, muss ebenfalls tief in die Tasche greifen: In Lüneburg kostet der Quadratmeter Eigentum aktuell im Schnitt 2570 Euro, danach kommen Adendorf (2400 Euro) und Bardowick (2330 Euro).

Woher stammen diese Zahlen?

Grundlage für diese Zahlen sind die lokalen Mietpreisdaten, dafür wurden mehr als zehn Millionen veröffentlichte Inserate der vergangenen fünf Jahre berücksichtigt und mit einem speziellen Algorithmus erfasst. Ein Blick auf den Homeday-Preisatlas zeigt vielsagende Zahlen: Im Januar kostete beispielsweise eine 71-Quadratmeter-Wohnung am Munstermannskamp 180 000 Euro; ein paar Meter weiter in der Uelzener Straße wechselte bereits im November 2014 eine 114-Quadratmeter-Wohnung für 490 000 Euro den Besitzer. Ein Käufer, der näher Richtung Bahnhof und ein bisschen mehr Platz haben wollte, zahlte im September 2016 im Ilmenaugarten für eine – zugegeben sehr große – Wohnung über 295 Quadratmeter mehr als 1,2 Millionen Euro.

von Thorsten Lustmann

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