Freitag , 23. Oktober 2020
Tia, Ava und Ida Marie gingen mit ihren Eltern auf die rund 46 Kilometer lange Elbe-Tour. Foto: t&w

Drei Länder, drei Städte, ein Fluss und viele Radler

Bleckede. Bei Sonnenschein und strahlend blauem Himmel hat die Stadt Bleckede am Sonntag mit der Elbe Velo Tour die Fahrradsaison 2019 eröffnet. Der Startschuss für die insgesamt 46 Kilometer lange Radrundstrecke fiel um 10 Uhr morgens im Schlosshof. Die Elbe Velo Tour ist eine gemeinsame Aktion der Elbanrainerstädte Lauenburg, Boizenburg und Bleckede, zeitgleich ging es auch in den anderen Städten los. Das Besondere an der Tour: Je nach Lust und Laune konnten sich die Teilnehmer für die ganze Tour entscheiden oder nur einen ausgewählten Streckenabschnitt ab 4 Kilometern befahren, was es auch weniger ambitionierten Radlern ermöglichte, mit in die Pedale zu treten.

„Astreines Fahrradwetter“

„Wir wollen, dass jeder dabei sein kann, mit der Elbe Velo Tour wollen wir alle Fahrradbegeisterten ansprechen“, sagt Anke Borchchardt vom Stadtmarketing Bleckede. Auch die Fahrtrichtung war frei wählbar. „Die meisten entscheiden sich natürlich für Rückenwind.“ Wer wollte, konnte mit seinem Rad sogar die Elbe befahren, ein Ticket für die Fähre zwischen Bleckede und Neu Bleckede erhielten alle Starter kostenlos. Seit 2012 erfreut sich die Elbe Velo Tour jährlich großer Beliebtheit. „Nur einmal mussten wir zwischendurch pausieren, da haben wir das Konzept noch einmal neu überarbeitet. Seitdem findet die Tour auch im Mai und nicht mehr im Septmber statt.“

„Astreines Fahrradwetter“, freute sich Bleckedes Bürgermeister Jens Böther, der ebenfalls mitradelte. „Drei Länder, drei Städte, ein Fluss, welche Tour kann das noch von sich behaupten?“ Ja, die Strecke am Elberadweg entlang ist eindrucksvoll: Drei Städte am Elbestrom entdecken und drei Bundesländer queren, dazu die einmalige Landschaft des Unesco-Biosphärenreservats „Flusslandschaft Elbe“ genießen.

Auf der Strecke begegnen sich Alt und Jung

Diese Aussicht lockte auch die Rentnerinnen Christa Herbrich, Erika Tipke, Else Rehbein und Helga Meyer wieder an, die Jahr für Jahr auf die Tour hinfiebern. „Unsere Heimat ist doch ein Kleinod, daran sollte man sich so oft wie möglich erfreuen“ sagt die 75-Jährige Erika Tipke. „Außerdem ist die Gemeinschaft toll, man trifft vertraute Gesichter, lernt aber jedes Mal auch neue Leute kennen. Man verliert sich, findet sich wieder und kann an den Rastpunkten klönen.“ Else Rehbein wird bald 79 und will auf jeden Fall nächstes Jahr wieder mit dabei sein.

Spaß hatten auch jüngere Mitfahrerinnen wie Tia, Ava und Ida Marie, die mit ihren Eltern mit von der Partie waren. Die Elbe Velo Tour verbindet eben nicht nur Städte und Länder, sondern auch Generationen.

Von Lea Schulze