Dienstag , 20. Oktober 2020
Das Unternehmen Clage wird vis-a-vis des Firmensitzes ein Bürogebäude errichten. Foto: be

Start in die zweite Phase

Lüneburg. Die Lüneburger Firma Clage, die bundesweit zu den innovativsten Mittelstandsunternehmen zählt, will ihren Sitz am Pirolweg nahe Wilschenbruch weiter ausbauen.

„Nachdem wir gerade die Produktionskapazitäten durch einen Neubau am Pirolweg 5 vergrößert haben, folgt nun die zweite Phase unseres auf Wachstum ausgelegten Investitionsvorhabens zur Erweiterung des Betriebes“, erklärte Joachim D. Gerdes, Geschäftsführender Gesellschafter, auf Anfrage der Landeszeitung.

Das Baufeld am Pirolweg 4 ist bereits vorbereitet, errichtet werden soll ein zweigeschossiges Bürogebäude als künftiges Marketingzentrum für den Vertrieb der zunehmend nachgefragten E-Durchlauferhitzer. Die Fertigstellung ist für Ende 2020 geplant.

Fördermittel nach strengen Kriterien vergeben

Die gesamten Investitionen zur Betriebserweiterung werden mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur gefördert. Wirtschaftsminister Bernd Althusmann hatte, wie berichtet, bereits im vergangenen Oktober einen Zuwendungsbescheid der Landesregierung in Höhe von 1,1 Millionen Euro bei einem Besuch des Unternehmens überreicht und dabei deutlich gemacht: „Ein Top-Unternehmen wie Clage in Niedersachsen zu haben bedeutet auch, es in seiner Entwicklung zu unterstützen.“ Fördermittel würden nach strengen Kriterien vergeben und erhielten nur solche Unternehmen, „die ein kluges und durchdachtes Entwicklungskonzept vorlegen können.“

Das 1951 an der Ilmenau gegründete Unternehmen fertigt und entwickelt in Lüneburg elektrische Warmwassergeräte. 260 Mitarbeiter produzieren pro Jahr rund 260.000 Geräte für die internationalen Märkte. 2017 wurde Clage mit dem Top 100 Siegel als eines der 100 innovatisten Unternehmen in Deutschland ausgezeichnet. 2018 kürte die Wirtschaftswoche die Firma als einen der 50 innovativsten Mittelständler.

Von Antje Schäfer