Samstag , 19. September 2020
Bei dem roten Backsteinbau an der Stöteroggestraße handelt es sich um eine Problemadresse. Weil die Gläubiger ihr Geld sehen wollen, soll das Haus zwangsversteigert werden. (Foto: t&w)

Die nächste Versteigerung

Lüneburg. Nicht nur das heruntergekommene Haus an der Stöteroggestraße soll am 4. Juni im Amtsgericht angeboten werden, sondern auch ein Haus an der nahen Büttnerstraße. Der Wert der Doppelhaushälfte auf einem 165 Quadratmeter großen Grundstück wird mit 170 000 Euro veranschlagt. Eigentümer ist laut Gericht in beiden Fällen ein umstrittener Immobilienunternehmer, der Auf dem Kauf Menschen unter zweifelhaften Umständen wohnen ließ und die Mieter um die Kaution geprellt haben soll.

Bekanntlich ordnete die Stadt die Räumung des Hauses Auf dem Kauf an, da Vorgaben des Brandschutzes nicht erfüllt waren. Staatsanwaltschaft und Polizei ermitteln gegen ihn. Die Zwangsversteigerungen haben etwas mit Forderungen des Finanzamtes zu tun.

Da es auch um Schadensersatzansprüche gehen könnte, dürfte es Gläubiger interessieren, dass der Unternehmer seinen Wohnsitz offiziell inzwischen nach Hamburg verlegt hat. An dieser Adresse hat seit kurzem auch eine Lüneburger Gastro-GmbH ihren Sitz, die in der Innenstadt ein Lokal führt. Laut Handelsregisterauszug fungiert eben dieser Mann in der Gesellschaft als Prokurist.

Sein Geschäftspartner ist ein Lüneburger, der auf mehreren Geschäftsfeldern aktiv ist und der ebenfalls laut Handelsregisterauszug zwei weitere Firmen unter dieser Adresse angemeldet hat. Diese befassen sich mit Kosmetik, aber auch mit Fahrzeugfinanzierungen, der Verwaltung fremder Fuhrparks und dem Betrieb einer Kfz-Werkstatt sowie dem Betreiben gastronomischer Firmen. ca