Sonntag , 20. September 2020
Am Ortsausgang in Richtung Bennerstedt und Elbe-Seitenkanal soll ein neues Baugebiet in Brietlingen entstehen. Foto: ada

Mehr Wohnraum in Brietlingen

Brietlingen. 150. Die Zahl schwingt wie ein Damoklesschwert über den Ratsherren und -damen aus Brietlingen. 150 neue Wohneinheiten bräuchte die Gemeinde bis 2030, um dem künftigen Bedarf an Wohnraum gerecht zu werden. So hat es das Gewos Institut für Stadt-, Regional- und Wohnforschung in seiner Wohnungsmarktanalyse aus dem Jahr 2016 berechnet und so zitierte Diplomingenieurin Janina Troschke vom Planungsbüro Mehring die Zahl bei der Sitzung des Rates Brietlingen.

Zwar kann ein Teil des Wohnraums über so genannten Ersatzbedarf, etwa Altbestände und Umbauten gedeckelt werden, das ändert aber nichts am Zukunftsplan der Gemeinde: Brietlingen braucht mehr Wohnraum.

Rund 14 Baugrundstücke

Ein erster Schritt in diese Richtung soll nun mit dem neuen Wohngebiet „Ritzkamper Weg“ gegangen werden. Geschätzte 20 Wohneinheiten könnten auf dem zwei Hektar großen Landstreifen zwischen der Scharnebecker Straße und dem Ritzkamper Weg entstehen, erläutert Troschke die Bauplanungen. Auf den rund 14 Baugrundstücken mit einer Größe von jeweils 650 bis 1100 Quadratmetern soll Platz für Einzel- und Doppelhäuser geschaffen werden. Zusätzlich ist der Bau zweier Zufahrtsstraßen, eines Fußwegs entlang der Kreisstraße 29 und eines Pumpwerks zur Abwasserbeseitigung geplant. Mit kleineren Änderungswünschen bezüglich der Bauvorgaben beschloss der Rat den vorläufigen Bebauungsplan für einen Monat öffentlich auszulegen.

Träger der Baugrundstücke ist die Scharnebecker Erschließungs- und Baugesellschaft (SEB). Brietlingens Gemeindedirektor und Scharnebecks Samtgemeindebürgermeister Laars Gerstenkorn hofft in dem vereinfachten Baugenehmigungsverfahren auf schnelle Erfolge: „Ich würde mit dem Satzungsbeschluss noch in diesem Jahr durch sein wollen.“

Von Anke Dankers