Mittwoch , 28. Oktober 2020
Lettlands Staatspräsident Raimons Vejonis überreicht Oberbürgermeister Ulrich Mädge ein Geschenk. (Foto: Stadt Lüneburg)

Lettischer Präsident Raimonds Vejonis besucht Lüneburg

Lüneburg.  Staatsbesuch in der Hansestadt an der Ilmenau: Gemäß den Regularien des offiziellen Protokolls für einen Staatsbesuch begleitet eine 15 Mann starke Motorrad-Eskorte der Polizei die schwarze Limousine, die Lettlands Staatspräsident Raimonds Vejonis zum Ochsenmarkt bringt.

Für das lettische Staatsoberhaupt ist Lüneburg die dritte Station nach Berlin und Hamburg bei seinem Besuch in Deutschland. Eine besondere Ehre für die Stadt, sagt Oberbürgermeister Ulrich Mädgebeim Empfang des Präsidenten und seiner Ehefrau Iveta Vejone.

Gemeinsame Geschichte verbindet

„Es ist die gemeinsame Geschichte, die uns verbindet und die bereits zur Zeit der Hanse begonnen hat“, so Oberbürgermeister Mädge in seiner Rede. Bis heute sei insbesondere die Geschichte der Deutschbalten nach dem Zweiten Weltkrieg eng mit Lüneburg verbunden. Viele Balten seien daher heute auch Teil der Lüneburger Stadtgesellschaft. Ebendiese lange Verbundenheit hob auch Staatspräsident Raimonds Vējonis in seiner Rede hervor: „Unsere gemeinsame Geschichte verbindet uns auch heute noch. Diese Beziehungen werden tagtäglich enger und intensiver – und das ist gut so“, übersetzte die Dolmetscherin aus der Ansprache des Präsidenten. Denn als Partner habe man auch eine gemeinsame Verantwortung für den Frieden und die Sicherheit in Europa.

Gemeinsam mit seiner Ehefrau Iveta Vējone trug sich der Staatspräsident anschließend ins Goldene Buch der Hansestadt ein und überreichte dem Oberbürgermeister als Gastgeschenk einen Bildband aus Lettland.

Besuch des Ostpreußischen Landesmuseums geplant

Vējonis, der in Deutschland politische, aber auch wirtschaftliche und kulturelle Termine wahrnimmt, besuchte anschließend in Begleitung des Oberbürgermeisters das Brömsehaus, Sitz der Carl-Schirren-Gesellschaft e.V. in Lüneburg. Auf dem Programm stehen anschließend ein gemeinsames Mittagessen mit den lettischen Gästen sowie ein Besuch im Ostpreußischen Landesmuseum. Hier wird der Präsident nicht nur die Deutschbaltische Abteilung besuchen sondern auch an einer Podiumsdiskussion zum Thema „80 Jahre nach der Umsiedlung: Die Deutschbalten in Lettland – damals und heute“ teilnehmen. lz