Freitag , 18. September 2020
LZ-Chefreporter Carlo Eggeling hatte das Lastenfahrrad im Herbst getestet. (Foto: t&w)

Der Ansturm bleibt bisher noch aus

Lüneburg. Seit gut einem Vierteljahr können Interessierte sich E-Lastenräder im Radspeicher ausleihen. Die Bilanz fällt noch bescheiden aus. Gerade 15 Mal gaben die Mitarbeiter die Packesel seit Oktober heraus. Malte Meyners, Chef des Ladens Rad am Bahnhof, sagt: „Das liegt am Wetter. Wir gehen davon aus, dass es im Frühjahr losgeht.“

Die Sparkassenstiftung unterstützt das Projekt aus ihrem Topf für Nachhaltigkeit. Mitte September hatten es unter anderem der Geschäftsführer der Stiftung, Carsten Junge, und Oberbürgermeister Ulrich Mädge vorgestellt. Der OB hatte damals gesagt, er könne sich vorstellen, das Leihangebot an das Stadtrad-Konzept anzubinden.

Kunden wählen zwischen drei Modellen: Die Elektro-Lastenesel können mit einer geschlossenen Kiste, einem offenen Behälter oder als Kinder­mobil mit drei Plätzen ausgeliehen werden. Pro Tag sind 25 Euro fällig, für eine Woche zahlt man 125 Euro. Zum Vergleich: In Hamburg berappe man 40 Euro pro Tag, sagt Meyners. In Lüneburg subventioniert die Stiftung das Modell.

Die erste Erfahrung zeige, dass erwartungsgemäß das „Family-Modell“, also das mit „Kinderzuladung“ am stärksten nachgefragt werde, nämlich ein Dutzend Mal. Meyners glaubt, dass das Angebot für viele Eltern sinnvoll ist, die überlegen, sich eine Elektro-Tretmühle zuzulegen: „Man kann es mal etwas länger im Alltag ausprobieren.“ ca