Samstag , 31. Oktober 2020
Stefan Schulz, der neue Leiter des Gymnasiums in Oedeme. (Foto: t&w)

Weniger Klassen in Oedeme

Lüneburg. Die Willensbekundung aus Politik und Verwaltung gab es auch in der Vergangenheit immer mal wieder, doch die Realität überholte sie stets. Nun aber soll das Gymnasium Oedeme definitiv nicht mehr über eine Sechszügigkeit hinausgehen. Darauf hat sich der Schulausschuss des Landkreises verständigt. Bereits mit dem kommenden Schuljahr, das im August beginnt, tritt diese Regelung in Kraft.

In den vergangenen Jahren war die große Beliebtheit der Schule immer wieder auch zu einem Problem geworden. Denn oft reichte der Platz nicht aus, um alle Kinder, die dort lernen wollten oder nach dem Willen ihrer Eltern sollten, unterzubringen. In einigen Jahren wurden acht 5. Klassen eingerichtet, in anderen Jahren mehrere Dutzend Schüler auf andere Schulen verwiesen. Weil einige Eltern dagegen klagten, musste schließlich ein Gericht entscheiden. Die Folge: Die Stadt hat vom Landkreis die Schulträgerschaft für die Stadtteile Rettmer und Häcklingen übernommen. Kinder aus diesen beiden Stadtteilen sollen nun – wenn Oedeme an der Kapazitätsgrenze ist – an den Gymnasien in Trägerschaft der Stadt – Wilhelm-Raabe-Schule, Herderschule und Johanneum – untergebracht werden.

Freia Srugis, Leiterin des Fachdienstes Schule und Kultur beim Kreis, sagt: „Nun werden wieder idealerweise knapp 170 Schüler in Oedeme aufgenommen. Mit diesem Schritt entspannt sich auch die räumliche Situation am Gymnasium.“ In den vergangenen Jahren mussten immer mal wieder Container herhalten, um alle Schüler unterbringen zu können. ahe

Weitere Neuigkeiten aus dem Schulausschuss

Berufsschule erweitert ihr Angebot

Die Schule am Knieberg soll die Klassen mit dem Unterstützungsbedarf „körperlich-motorische Entwicklung“ der Förderschule an der Schaperdrift organisatorisch weiterführen. Im Schuljahr 2020/21 läuft dort der Förderschulzweig aus. Unterrichtet werden sollen die Kinder weiterhin in der Grundschule Hasenburger Berg.

Zusätzliche Ausbildungsmöglichkeiten bekommen die Schüler der Berufsbildenden Schule I: Angehende Veranstaltungskaufleute können ab dem Schuljahr 2019/20 in Lüneburg und nicht mehr nur wie bislang in Hannover oder Hamburg lernen. Auf dem Stellenmarkt ist der Beruf gefragt. Den Ausbildungsberuf der Kauffrau/des Kaufmannes im E-Commerce – sie bauen und betreuen Onlineshops – will die BBS I ab 2020 im Wechsel mit Soltau anbieten, da ein Großteil der Einzelhändler bereits einen Versandhandel anbietet, die Branche daher auf die spezialisierten Kräfte angewiesen ist.