Donnerstag , 1. Oktober 2020
Erika Romberg will für die Grünen antreten. Foto: privat

Grüne setzen auf Ex-Staatssekretärin

Lüneburg. Erika Romberg saß für die Grün-Alternative Liste (GAL) Ende der 80er Jahre in der Hamburger Bürgerschaft, war in den 90ern in Berlin für die Alternati ve Liste (AL) Baustadträtin in Kreuzberg und 2001 in der Hauptstadt im rot-grünen Senat von Klaus Wowereit Staatssekretärin der Senatorin für Wirtschaft und Technologie – nun möchte die gebürtige Bad Honneferin für die Lüneburger Grünen zur Landratswahl antreten.

„Die Kinder sind aus dem Haus, mein Mann ist in Rente und sorgt für mein Wohlergehen“, erklärt die 61-Jährige. „Nach neun Jahren im Bundesbau“ werde es „Zeit für neue Aufgaben“, schiebt Romberg hinterher. Sie war nach ihrem halben Jahr als Staatssekretärin Geschäftsführerin einer kommunalen Entwicklungsgesellschaft und arbeitet seit 2010 im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung, derzeit als Referatsleiterin für das Baucontrolling.

Weitere Bewerbungen liegen nicht vor

Erika Romberg hat sich am Mittwochabend erstmals via Skype dem Kreisvorstand der Grünen vorgestellt. „Weitere Bewerbungen liegen uns derzeit nicht vor“, sagt Sprecher Claus Poggensee. „Kurzentschlossene“ könnten sich bis zum Nominierungsparteitag am 27. Februar jedoch noch melden.

„Gesucht wurde eine Person mit politischer Erfahrung und Kenntnissen in der Verwaltung – beides bringe ich umfangreich mit“, begründet Romberg ihre Kandidatur. Sie kenne den Landkreis „ein wenig“, weil ihr Mann seinen zweiten Wohnsitz in Dahlenburg hat. „Die Unterschiedlichkeit des Landkreises bietet viele Chancen, um die sozialen, ökologischen und ökonomischen Herausforderungen des demographischen Wandels oder die Folgen des Klimawandels zu meistern und die neuen Möglichkeiten der Digitalisierung von Leben, Arbeiten und Mobilität zu nutzen“, findet sie.

Von Marc Rath