Donnerstag , 1. Oktober 2020
Michael Heinke mit Inga Heikens und seinen Puppen. Foto: kwl

Familie, Fahrrad und Herr Kratzke

Lüneburg. Windsurfen, Fahrrad fahren, das eigene Grundstück in Ordnung halten und Zeit mit der Familie verbringen. In den 45 Dienstjahren von Michael Heinke bei der Polizei Lüneburg kamen diese Dinge oft zu kurz. Um so mehr freut sich der 61-Jährige, dass er dafür künftig mehr Zeit haben wird. Ende Februar geht der Polizeihauptkommissar, der seit 2010 für die Präventionspuppenbühne der Polizeidirektion Lüneburg vor und hinter der Bühne stand, in Rente.

„Die Zeit bei der Puppenbühne war grandios. Was wir dort alles auf die Beine gestellt haben!“, schwärmt Heinke. Das Präventionsprogramm vermittelt Kindern über das Puppenspiel Handlungskompetenzen in Konflikten sowie in Bezug auf Sicherheit im Straßenverkehr und im Umgang mit dem Internet. Gemeinsam mit seinen Kollegen tourte Heinke dafür durch Kindergärten und Grundschulen der Kreise Lüneburg, Lüchow-Dannenberg, Uelzen, Harburg, Stade, Heidekreis, Celle und Rotenburg (Wümme). Jetzt absolvierte er die letzten 17 Vorstellungen in Lüneburg.

„Das Rätsel der gelben Füße“

Während Heinke in „Der Netz-Dschungel“ ausschließlich hinter der Bühne agierte, dürften ihn die meisten Zuschauer aus dem Stück „Das Rätsel der gelben Füße“ in guter Erinnerung haben. Dort trat er als der Vorleser auf, der schließlich von den Kindern in die Geschichte hinein gepustet wird und als Hofhund Herr Meier zusammen mit der Maus Frida das Rätsel der gelben Gummistiefel löst.

Trotz vieler schöner Erlebnisse freue er sich auf den Ruhestand, sagt Heinke. „Das frühe Aufstehen um 5 oder 6 Uhr, um die Bühne zu verladen und aufzubauen, werde ich eher nicht vermissen.“ Ganz ohne Puppen kann er sich sein Leben trotzdem nicht vorstellen. „Mein Solo-Programm „Kennen Sie schon Werner Kratzke?“ möchte ich gerne weitermachen“. In dem Puppen-Stück gibt er älteren Menschen Hinweise, wie sie sich davor schützen können, Opfer von Straftaten zu werden. kg