Donnerstag , 22. Oktober 2020
Die Polizei warnt eindringlich vor K.O.-Tropfen. (Symbolfoto: t&w)

„Filmriss“ nach Discobesuch – Verdacht auf K.O.-Tropfen im Getränk

Lüneburg. Zwei 21 Jahre alte Frauen haben jetzt bei der Polizei angezeigt, dass ihnen beim Disco-Besuch in der Ritterakademie wohl K.O.-Tropfen verabreicht wurden. Laut Polizei gaben sie an, keine Erinnerungen an den Zeitraum vom 27. Januar zwischen 00:30 Uhr und 8 Uhr zu haben.

Ferner hatte auch eine 23-jährige Vamos-Besucherin Anzeige wegen des Verdachts auf K.O.-Tropfen gestellt. Der Besuch im Vamos endete für sie im Krankenhaus, weil sie sich mehrfach erbrach und über Benommenheit klagte. „In diesem Fall kann auch die nicht unerhebliche Alkoholisierung der 23-Jährigen ein Grund für diese Symptome gewesen sein.“, sagt Polizeisprecherin Antje Freudenberg.

K.O.-Tropfen immer häufiger eingesetzt

Unabhängig davon warnt die Polizei eindringlich vor K.O.-Tropfen. Immer häufiger würden sie Feiernden ins Glas gemischt, sind farb- und geruchlos und daher aus dem Getränk nicht herauszuschmecken. „Sexualtäter  nutzen die Schwäche ihrer Opfer, um sie auszurauben oder zu vergewaltigen“, sagt Freudenberg. Das Opfer könne sich hinterher an nichts mehr erinnern.

„Hat man den Verdacht, K.O.-Tropfen verabreicht bekommen zu haben, sollte man schnellstens einen Arzt bzw. ein Krankenhaus aufsuchen. Die Tropfen können nur wenige Stunden nach dem Konsum im Urin oder im Blut nachgewiesen werden. Jede Anzeige hilft dabei, Täter zu ermitteln und Opfer zu schützen!“ lz

Das rät die Polizei: 

  • Getränke bei der Bedienung bestellen und nur selbst
    entgegennehmen.
  • Von Unbekannten keine offenen Getränke annehmen.
  • Offene Getränke nicht unbeaufsichtigt lassen.
  • Wer nach draußen geht, zum Beispiel um zu rauchen, sollte ein angefangenes Getränk
    lieber austrinken als zurücklassen.
  • Bei Übelkeit Hilfe beim Personal suchen.
  • Freundinnen und Freunde achten aufeinander und lassen ihre Getränke nicht aus den Augen.
  • Freundinnen und Freunde holen im Ernstfall sofort ärztliche Hilfe für das Opfer und
    verständigen das Personal.