Mittwoch , 23. September 2020
Rund um die Millionenmetropole Hamburg soll es Radschnellwege geben. Die Route zwischen Lüneburg und Hamburg wäre dabei mit rund 60 Kilometern die längste Einzelstrecke. Grafik: orange edge

Mal eben nach Hamburg radeln

Lüneburg. Sie sind fester Bestandteil der Verkehrsplanung in der Metropolregion Hamburg. Damit die Radschnellwege nicht gleich auf Ablehnung stoßen, ist nun für die Planungen eines breit aufgestellten Radschnellwegenetzes die Meinung der Bürger gefragt. Sie können im Rahmen einer Machbarkeitsstudie ihre Ideen einbringen. Diese sollen in die weiteren Ausarbeitungen einfließen. Rund um Hamburg sind insgesamt acht Trassen vorgesehen, darunter auch Lüneburg-Winsen-Hamburg. „Diese Route wäre mit knapp 60 Kilometern die längste Einzelstrecke innerhalb des Radschnellwegenetzes“, erläutert Inga Masemann, zuständig für das Projekt im Landkreis Lüneburg.

Das Beteiligungsverfahren startet mit einer Online-Abfrage: Ab Sonnabend, 26. Januar, können Bürger die vorgesehene Lüneburger Trasse einsehen und auch selbst Hand anlegen: Sie tragen Linien und Punkte ein, die ihnen für die Streckenführungen wichtig erscheinen. Außerdem haben sie die Möglichkeit, Fragen und Kritik einzubringen. „Die Online-Beiträge werden anschließend den beteiligten Planern für ihre Arbeit zur Verfügung gestellt“, erläutert Inga Masemann. „Gleichzeitig sind die neuen Impulse Basis für den zweiten Beteiligungsschritt.“ Denn anschließend sollen die Vorschläge genauer unter die Lupe genommen werden: Ab Mitte März werden die Ideen mit den Menschen vor Ort diskutiert und weiter ausgearbeitet. An den Workshops nehmen neben den Planungsbüros auch Fachleute aus den Kommunen entlang der untersuchten Korridore teil.

Breite Fahrbahnen sind vorgesehen

Der grobe Streckenverlauf sieht folgendermaßen aus: Von der Salzstadt soll es auf möglichst direktem Weg über Winsen, Stelle, Seevetal und Harburg in die Hafenstadt gehen. Damit Radfahrer sicher unterwegs sein können, sind breite Fahrbahnen vorgesehen: Sie sollen Platz für zwei Fahrtrichtungen bieten, dazu kommt ein Fußgänger-Bereich.

Die Vorbereitungen für die Planung und den Bau der Radschnellwege fördert die Metropolregion Hamburg mit rund einer Million Euro, im kommenden Jahr sollen die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie vorliegen. Ziel des modernen Verkehrsprojektes ist es, durch gut und mehrspurig ausgebaute Wege viele Menschen aufs Rad zu locken. „Die geraden Strecken bringen viele Vorteile: Sie vermindern sowohl Reisezeit als auch Kraftaufwand“, sagt Inga Masemann. „Insgesamt ermöglichen die Schnellwege attraktives und bequemes Radfahren.“ lz

Mehr zum Projekt und zur Online-Beteiligung gibt es unter www.metropolregion.hamburg.de/rsw-lueneburg-hh.