Samstag , 26. September 2020
Ein Grablicht und Rosen auf dem Lüneburger Pflaster. (Foto: wko)

Zeichen der Trauer auf der Straße

Lüneburg. Der grausame Tod eines 25-Jährigen in der Silvesternacht lässt Familie und Freunde nicht zur Ruhe kommen, sie trauern und zeigen ihren Schmerz: Am Freitagabend haben wahrscheinlich Menschen aus dem engen Kreis des getöteten jungen Mannes quasi seinen letzten Weg nachgezeichnet. Von einer Bar an der Schrangenstraße bis zum Tatort in einer Wohnung an der Heiligengeiststraße ziehen sich Grablichter und Rosen. Ein Ansprechpartner war nicht anzutreffen.

Wie berichtet, hat ein 32-Jähriger in der Nacht gestanden, den jüngeren Mann getötet zu haben. Laut Polizei wies das Opfer massive Verletzungen unter anderem am Kopf auf und ist verblutet. Das Amtsgericht erließ Haftbefehl gegen den mutmaßlichen Täter.

Opfer und Beschuldigter sollen sich nicht gekannt, sondern sich erst in dieser Nacht in dem Lokal kennengelernt haben. Angeblich hätten sie dann in der Wohnung des 32-Jährigen weiter trinken wollen. Dabei soll es zu dem tödlichen Streit gekommen sein. Der Verdächtige hatte einen Atemalkoholwert von 2,4 Promille.

Von Carlo Eggeling