Donnerstag , 22. Oktober 2020
Landrat Manfred Nahrstedt (l.), Stiftungsfondsvorsitzende Renate Backhaus (2.v.r.) und Sparkassen-Vorstand Torsten Schrell ehren Erika Tipke für ihre Verdienste um die Elbe. Foto: Sparkassenstiftung

Erikas Einsatz für die Elbe

Lüneburg. Manchmal wird sie gefragt, woher sie die Kraft für all ihr ehrenamtliches Engagement nimmt. Dann antwortet Erika Tipke: „Aus meinem Glauben und aus der Musik.“ Fest im christlichen Glauben verwurzelt und singendes Mitglied der Lüneburger Johanniskantorei, ist es der Bleckederin ein großes Anliegen, die Schöpfung zu bewahren. Dafür engagiert Erika Tipke sich seit 1991 für die Elbe, und dafür ist sie jetzt mit dem Freyja-Scholing-Preis ausgezeichnet worden.

Freyja Scholing war eine ebenso streitbare wie engagierte Kommunalpolitikerin und Umweltschützerin in Lüneburg, sie starb 2005. 2012 wäre sie 100 Jahre alt geworden, und anlässlich des Jahrestages initiierten Sparkassenstiftung und Sparkasse Lüneburg einen Preis für Nachhaltigkeit. Landrat Manfred Nahrstedt machte in seinen Grußworten bei der Feierstunde in den Räumen der Kreisverwaltung deutlich, wie wichtig das Handeln jedes Einzelnen für den Umweltschutz ist. „Ich bin stolz darauf, wie viele Menschen in unserer Region sich für unsere Umwelt einsetzen und gut mit ihr umgehen.“

„Erika Tipke will die Schöpfung durch Handeln erhalten“

Und Erika Tipke gehört ganz prominent dazu. Seit 1991 setzt sie sich in unterschiedlichen Projekten für die Elbe ein, „noch vor der UN-Umweltkonferenz in Rio 1992“, betonte Renate Backhaus, Vorsitzende des Stiftungsfonds Umwelt und Nachhaltigkeit bei der Sparkassenstiftung, in ihrer Laudatio. „Erika Tipke will die Schöpfung durch Handeln erhalten.“ Sie arbeitet seit zehn Jahren bei der Organisation der Elbe-Kirchentage mit und versucht außerdem, vieles von dem fortzuführen, was ihrem 2010 verstorbenen Mann Ernst wichtig gewesen ist – zum Beispiel der Bleckeder Freundeskreis Literatur. Die mit einem Preisgeld von 2500 Euro verbundene Auszeichnung sei als „Dank, Anerkennung und Ermutigung gedacht“, sagte Backhaus. Denn: „Es gibt noch viel zu tun.“ Für Erika Tipke und alle anderen in der Region, die sich für unsere Umwelt einsetzen. lz