Sonntag , 25. Oktober 2020

Randale im Metronom nach Fußballspiel

Uelzen. Betrunkene und randalierende Magdeburger Fußballfans haben am Sonnabend für Aufregung und den üblichen Großeinsatz der Bundespolizei gesorgt. Auf dem Rückweg nach dem Spiel gegen des FC St. Pauli gab es laut Polizei bereits in Hamburg erste Reibereien. Die Fans wurden dann in zwei Züge in Richtung Uelzen gesetzt, dort sollten sie umsteigen. Für andere Reisende könne der Zustand „über die Grenze des Erträglichen hinaus gegangenen sein“, sagte gestern der Sprecher der Bundespolizei, Holger Jureczko. Betrunkene, pöbelnde, bedrohliche Magdeburg-Anhänger habe es sicher gegeben, allerdings lägen noch keine Anzeigen von Fahrgästen vor. Dass der Zug „zerlegt“ worden sei, wie es im Internet hieß, sei in dieser Form falsch: Metronom habe bislang keine Anzeige wegen Sachbeschädigung gestellt.

200 Polizisten im Einsatz

Weil man davon ausging, dass es in Uelzen als Umsteigebahnhof zu möglichen Auseinandersetzungen kommen könnte, habe man Beamte mit „Blaulicht“ in die Zuckerstadt verlegt. Es soll zu Rangeleien untereinander oder zwischen Fahrgästen und Fans wegen Handy-Fotos gekommen sein. Aufgrund der Fans, die „Alkoholisiert zum Teil ihre Kinderstube vergessen“, sei es zu Verzögerungen im Bahnverkehr gekommen. Im Einsatz seien 200 Bundespolizisten gewesen.

Von der Landespolizei heißt es, dass der Bahnhof Uelzen meistens abgesperrt werde, wenn Fans dort umsteigen müssen. An diesem Tag habe es aber keine größeren Vorkommnisse gegeben: Fans hätten sich in einem Laden Proviant gekauft und „brav an der Kasse gestanden“.

von Carlo Eggeling