Donnerstag , 22. Oktober 2020
Lara-Isabelle Rentinck spielt Amelie, die nach Lüneburg kommt, um ihr Leben neu zu ordnen. Foto: be

Verliebt in Lüneburg

Lüneburg. Die Fährmann-Familie wächst und wächst: Nachdem die von Jelena Mitschke gespielte Ärztin Britta erfuhr, dass Inken Fährmann (Tatjana Blacher) ihre leibliche Mutter ist, bekam sie in der letzten Staffel einen Bruder dazu: Christian (Marlon Putzke). Und in der neuen Staffel nun wird die Familie um die Schwester Amelie bereichert.

In die Rolle der Amelie, die aus dem Hotelfach kommt und die nach einer hässlichen Trennung von einem Pariser Hoteldirektor nach Lüneburg zieht, hier im Hotel Drei Könige als Empfangschefin einsteigt, schlüpft die Telenovela-erfahrene Lara-Isabelle Rentinck. Sie sagt: „Jelena und ich könnten vom Aussehen und der Art her richtige Schwestern sein. Wir haben viel Spaß beim Dreh zusammen, trotz des hohen Arbeits­pensums.“

„Eine süße, lauschige, romantische Stadt“

Auf der Straße wird Lara-Isabelle Rentinck auch heute noch auf ihre Rolle als Kim Seidel in der Sat.1-Serie „Verliebt in Berlin“ angesprochen, die sie von 2005 bis 2007 spielte: „Es war die zweite Telenovela in Deutschland, erzielte enorme Quoten. Viele sind quasi mit mir aufgewachsen, ich war damals 18.“ In Lüneburg traf sie nun alte Bekannte wieder: „Mein Coach Yvonne Hornack und Regisseure von damals arbeiten hier am Set.“ Und sie freute sich über ein Wiedersehen mit Björn Bugri, dem Hauptdarsteller der letzten Rosen-Staffel: „Wir hatten zusammen für ,Kripo Holstein‘ gedreht, in der ich in acht Folgen spielte.“ Deutlich länger war die lebenslustige Akteurin bei der „Küstenwache“ als Bootsfrau Pia Cornelius dabei, ging von 2011 bis 2016 in 66 Episoden aufs Wasser. In ihrer Vita stehen zudem etliche Episodenrollen in so beliebten Serien wie „Der Landarzt“, „Notruf Hafenkante“, „Der letzte Bulle“ oder zuletzt „In aller Freundschaft“.

Für den „Verliebt in Berlin“-Star, der in Berlin aufwuchs und vor kurzem mit ihrem Mann von Köln in die Hauptstadt zurückzog, heißt es inzwischen „verliebt in Lüneburg“: „Es ist eine süße, lauschige, romantische Stadt. Ich wohne direkt in der Innenstadt, gehe ich aus dem Haus, habe ich alles direkt vor der Tür. Und die Menschen hier sind besonders freundlich.“ Sie erinnert sich besonders gerne an ihren ersten Tag in Lüneburg: „Für meine Wohnung kaufte ich mir in einem kleinen Blumenladen Blumen. Die Verkäuferin schenkte mir dazu einen ganz großen Blumenstrauß. Ich dachte: Das ist aber ein schönes Willkommensgeschenk.“

Serien-“Suchti“ liest auch gerne

Für ihre Hobbys bleiben Lara-Isabelle Rentinck bei den langen Drehtagen wenig Zeit: „Ich lese gerne Thriller und Fantasy. Aber jetzt lese ich abends meine Drehbücher. Und mein Klavier steht in Berlin.“ Abends lerne sie aber nicht nur: „Ich telefoniere mit meinem Mann und meinen Eltern.“ Aus einem anderen Grund muss sie auf ein weiteres Hobby verzichten: „Ich bin eine passionierte Reiterin, aber das geht laut Vertrag nicht, das Verletzungsrisiko ist zu groß.“

Hin und wieder aber gönnt sich die Schauspielerin, die sich selbst als „Suchti“ bezeichnet, was Fernsehserien angeht, den Blick auf die Glotze: „Die Serie ,Charité‘ fand ich ganz toll, sehnsüchtig warte ich auch auf die letzten Folgen von ,Game of Thrones‘. Auch schaue ich ,Medical Detectives‘ und ,Law & Order‘ gerne.“

Deutlich weniger blutig geht es in den Rosen zu, aber auch diese Serie wie auch das komplette Team und eben Lüneburg mag die 32-Jährige.

Von Rainer Schubert