Samstag , 19. September 2020
Eine Weihnachtsfeier am Johanneum hat vor knapp einem Jahr für Schlagzeilen gesorgt. (Foto: t&w)

Die Lehren aus dem Medienecho

Lüneburg. Vor knapp einem Jahr hatte das Johanneum unfreiwillig für Schlagzeilen weit über Lüneburg hinaus gesorgt. Auslöser war eine Weihnachtsfeier im Unterricht, bei der eine Schülerin keine christlichen Lieder singen wollte. Als der damalige Schulleiter als Reaktion darauf um eine sensible Handhabung des Themas im Pflichtunterricht bat, werteten Kritiker das als generelles Verbot für das Singen von Weihnachtsliedern an der Schule. In diesem Jahr soll sich ein solcher Rummel nicht wiederholen.

An der Theodor-Heuss-Straße ist das Thema von Schülern, Eltern und Lehrern ausgiebig aufgearbeitet worden, für 2018 gibt es nun ein Konzept, das sich an der Praxis früherer Jahre orientiert, aber auch Handlungsempfehlungen gibt. So wird die Gestaltung der Weihnachtsfeiern im Klassenverband vorher von Lehrer und Schülern der Klasse gemeinsam geplant, um Irritationen zu vermeiden, zum Beispiel, dass eben spontan Lieder angestimmt werden, die nicht jeder mitsingen möchte, verdeutlicht die neue Schulleiterin Ulrike Lindemann.

Bei jahrgangsübergreifenden Weihnachtsfeiern an dem Gymnasium werde es für Schüler, die nicht daran teilnehmen möchten, andere Angebote geben. Die Teilnahme am Weihnachtskonzert mit Chor und Band sowie an der Feier der ganzen Schule am vorletzten Schultag vor den Weihnachtsferien sei jeweils freiwillig. ahe