Freitag , 30. Oktober 2020
Zwei Männer im Wald: Holger Kapell (l.) ist ab dem 1. Dezember der neue Revierförster in Barendorf. Oliver Christmann wechselt in die Göhrde. (Foto: kre)

Ein neuer Förster im Barendorfer Revier

Barendorf. Der eine kommt, der andere geht: So ist das in der Arbeitswelt, da machen auch Förster keine Ausnahme. Jetzt ist es für Oliver Chr istmann an der Zeit, Tschüss zu sagen: 26 Jahre war der inzwischen 62-Jährige der zuständige Revierförster in Barendorf. Die letzten drei Jahre seiner aktiven Dienstzeit wechselt er auf eigenen Wunsch nun in das Forstamt Göhrde, übernimmt dort die Aufgaben eines sogenannten „flexiblen Revierleiters.“ Sein Nachfolger in Barendorf wird Holger Kapell.

Vom Vertreter zum Nachfolger

Der 51-jährige Heiligenthaler kennt die Barendorfer Revierförsterei und sein neues Aufgabenfeld bereits aus seiner früheren Tätigkeit. Als „flexibler Revierleiter“ hatte er Christmann im vergangenen Jahr hin und wieder vertreten – jetzt wird er ab 1. Dezember dauerhaft sein Nachfolger.

Für den gebürtigen Amelinghausener geht damit ein Traum in Erfüllung: „Natürlich will man als Förster irgendwann auch ein eigenes Revier leiten“, sagt der Forstamtmann, der in absehbarer Zeit mit seiner Familie und mit Jagdhund „Carla“ in die Revierförsterei Barendorf, seinem neuen Dienstsitz, einziehen wird.

Kapell ist dann für rund 1800 Hektar Wald verantwortlich. „Ich will die Arbeit meines Vorgängers fortführen“, sagt der 51-Jährige. Das heißt, waldbaulich die natürliche Verjüngung fördern und zusätzlich den Waldumbau in strukturreiche Mischbestände durch Pflanzungen forcieren.

Wehmut nach 26 Jahren

Die Revierförsterei Barendorf grenzt an die Stadt Lüneburg an – das bringt zwangsläufig auch einige Herausforderungen mit sich. Denn innerhalb seines Reviers befinden sich Freizeiteinrichtungen wie der Kletterwald in Scharnebeck und der Mountainbike-Parcours nahe Lüneburg. Und auch der Waldkindergarten in Boltersen ist dort beheimatet. Schließlich gibt es noch den Friedwald in Barendorf, der waldbaulich ebenfalls zur Revierförsterei gehört.

Und wie fühlt sich das an, nach 26 Jahren den Staffelstab an seinen Nachfolger weiterzureichen? „Ein bisschen Wehmut spielt da schon mit“, gesteht Oliver Christmann. Aber er ist sich sicher: „Auch bei Holger Kapell ist der Wald in guten Händen.“

Von Klaus Reschke