Dienstag , 29. September 2020
Zwei Jahre vor Amtszeitende gibt Manfred Nahrstedt den Landratsposten ab. (Foto: t&w)

Landrat hört Ende Oktober 2019 auf

Lüneburg. Politische Weggefährten haben sich schon lange gefragt, wann Manfred Nahrstedt den Landratsposten an den Nagel hängt. Am Montag lüftete der Sozialdemokrat im Kreistag unter dem Punkt „Bericht des Landrats über wichtige Angelegenheiten“ das Geheimnis: Der 70-Jährige wird das Amt zum 31. Oktober 2019 niederlegen.

„Nach intensivem Austausch im Kreise meiner Familie ist der Entschluss gereift“, sagte der Oldendorfer am Mittag der LZ. Später bekannte er im Kreistag: Nachlassende gesundheitliche Fitness sei ein weiterer Grund für die Entscheidung. Diese falle in eine Zeit, „in der unser Landkreis gut aufgestellt ist“. Gleichzeitig ermahnte Nahrstedt die Abgeordneten, sich „nicht auf den Erreichten auszuruhen, sondern vorwärts zu schauen und weiter zu gestalten“. Stehender Applaus folgte auf seine persönliche Erklärung.

Künftig nur noch fünf Jahre im Amt

Nahrstedt wird sein Amt nach 13 Jahre abgeben. Zwei Mal, 2006 nach einer Stichwahl gegen Stefan Porwol (CDU) und 2014 im ersten Anlauf, konnte der Sozialdemokrat den Posten erobern.

Mit seinem Rückzug zwei Jahre vor dem Ende seiner Amtszeit macht der SPD-Politiker den Weg frei für Neuwahlen parallel zur Europawahl. Damit entscheiden die Wahlberechtigten am 26. Mai 2019 nicht nur über vier Rathaus-Chefs in der Region, sondern auch über einen neuen ersten Mann oder eine erste Frau an die Spitze der Kreisverwaltung. „Ursprünglich wollte ich erst Ende 2019 aufhören, aber dann hätte im Spätsommer oder Frühherbst gewählt werden müssen“, begründet Nahrstedt den Zeitpunkt seines Amtsendes am 31. Oktober. Der neue Landrat wird zum letzten Mal für eine Periode von sieben Jahren im Amt sein. Ab 2021 werden die Hauptverwaltungsbeamten nur noch für fünf Jahre parallel zu den Kommunalwahlen gewählt.

Von Marc Rath

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