Mittwoch , 30. September 2020
Beherrschendes Thema diese Woche im Lokal-Ressort Land: Die Kreistagsentscheidung zum Bau der Arena Lüneburger Land. Foto: phs Die Bilder sind honorarpflichtig und unterliegen nicht dem Erstverwertungs-, bzw. dem Exklusivrecht.

Was diese Woche wichtig wird: Erinnerungskultur, Buchwoche, Lokalderby

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Lokales Stadt: Wie soll Lüneburg mit der eigenen Geschichte umgehen, insbesondere mit den dunklen Kapiteln? Diese Frage bestimmt schon das ganze Jahr die öffe ntliche Diskussion, seit sich der damalige Bürgermeister Dr. Gerhard Scharf (CDU) in einem Video gegenüber einem rechten Blogger relativierend über Kriegsverbrechen geäußert hatte. Die monatelange Debatte in der Politik mündete in einem Beteiligungsprozess, der in der kommenden Woche nun richtig beginnt. Bei einem „Forum Erinnerungskultur“ am 10. November können alle, die ein Interesse am Thema haben, darüber diskutieren, wie die Aufarbeitung der Lüneburger Kriegs- und Nachkriegsgeschichte in Zukunft am besten von der Stadt, den Institutionen sowie den Bürgern gestaltet werden kann.

Lokales Land: Der Lüneburger Kreistag trifft heute, Montag, eine Entscheidung, auf die viele Menschen in der Region schon seit zwei Jahren warten. Beschließen wollen die 58 Abgeordneten darüber, ob die Arena Lüneburger Land gebaut wird, oder nicht. Damit verknüpft ist einerseits die Zukunft der Bundesliga-Volleyballer der SVG Lüneburger, die seit Jahren auf eine wettkampfgerechte Halle warten. Diese ist nötig, damit der Spitzensport weiter ein Zuhause in Lüneburg hat. Anderseits fehlt in Stadt und Kreis derzeit ein Ort für Kulturveranstaltungen mit 1000 Zuschauern und mehr. Auch diese Lücke könnte mit der Arena geschlossen, prominentere Musiker und Künstler wieder nach Lüneburger geholt werden. 14,4 Millionen Euro ohne Steuern plus Grundstückspreis sind für den Arena-Bau veranschlagt. Zu viel, sagen Kritiker. Gleichwohl sieht es derzeit nach einer Mehrheit für den Bau aus. Die Sitzung beginnt um 16 Uhr in der Ritterakademie.

Kultur: Das Lüneburger Krimifestival ist vorüber, aber es läuft schon ein weiteres Fest für Leser, die Bienenbütteler Buchwoche. Die Buchhandlung Patz und der Merlin Verlag haben zum neunten Mal kleine, unabhängige Verlage eingeladen. Kennenzulernen ist Literatur jenseits der Bestsellerlisten, auch wenn kleine Verlage nichts dagegen hätten, jemanden ihrer AutorInnen dort zu finden. Viele Verlage haben sich auf Nischen spezialisiert, etwa der Gmeiner Verlag, der heute um 19.30 Uhr im Edendorfer Gasthaus Zur Eiche unter anderem seine Regionalkrimi-Reihe präsentiert – mit Kathrin Hanke und Claudia Kröger, die Lüneburg-Krimis wie „Mord-heide“ schreiben.

Sport: Hier geht es um mehr als nur um drei Punkte in der Fußball-Landesliga. Der MTV Treubund empfängt am Samstag um 14 Uhr die SV Eintracht zum Ortsderby im Sportpark Uelzener Straße. Turner und Hasenburger pflegen eine Hassliebe, schenkten sich in der Regel nichts. Nachdem in der Vorsaison Hin- und Rückspiel jeweils 0:0 endeten, könnte es diesmal wieder einige Tore geben. Die Eintracht spielt unter ihrem neuen Coach Christopher Hehl deutlich offensiver und kann, auch wenn die Anfahrt nur ein paar hundert Meter lang ist, auf den Auswärtsvorteil hoffen – beide Rivalen sammelten auswärts bisher deutlich mehr Punkte als zu Hause.

Politik: Bestimmendes Thema dieser Woche werden die Kongresswahlen in den USA, die Midterm-Elections. Am 6. November werden die Abgeordneten des Repräsentantenhauses sowie ein Drittel des Senats neu gewählt. Bislang hält die Partei der Republikaner in beiden Kammern die Mehrheit. Die Abstimmung gilt als wichtige Bewährungsprobe für den republikanischen US-Präsidenten Donald Trump. Verliert er bei den Midterm-Elections in beiden oder in einer der beiden Kammern, wird für ihn das Regieren in seiner verbleibenden Amtszeit deutlich schwerer.
29 Zugleich finden auch Gouverneurswahlen in einer Reihe von Bundesstaaten statt. Zu den Wahlen wird es umfangreiche Vorberichte, Analysen und Kommentare geben.

■ Digital: Die Heide-Wendland-Filmklappe geht auf die Zielgerade. Die Preisverleihung des kommunalen Filmfestivals für Schülerinnen und Schüler der fünf Landkreise Harburg, Lüneburg, Lüchow-Dannenberg, Uelzen und Heidekreis findet am Dienstag, 6. November, um 10.30 Uhr im Filmpalast statt. Jedes Filmteam erhält neben den Preisen eine schriftliche „Kritik“ über seine Filmarbeit. Die Kreativität der Kinder und Jugendlichen kennt keine Grenzen: Sie verwendeten bei ihren Produktionen diverse Genres wie Lege- und Zeichentrickfilme, Pixilationen, Dokumentarfilme, Horror-, Fantasy- und Spielfilme. Die LZ ist seit Jahren als Kooperationspartner dabei und unterstützt das Projekt, unter anderem werden die erstplatzierten Siegerfilme auf www.LZplay.de zu sehen sein.