Donnerstag , 22. Oktober 2020
Die Angebotsfrist für wesentliche Arbeiten im Bereich Gebäudetechnik an der multifunktionalen Veranstaltungshalle ist abgelaufen. (Foto: phs)

Arena-Kosten steigen

Lüneburg. Der von der Kreisverwaltung prognostizierte Kostenanstieg beim geplanten Bau der „Arena Lüneburger Land“ ist in Teilbereichen eingetreten. Das teilte Lüneburgs Erster Kreisrat Jürgen Krumböhmer gestern in der Sitzung des Hochbauausschusses des Landkreises mit. Konkrete Zahlen nannte er jedoch nicht. „Dafür ist es noch zu früh“, sagte Krumböhmer.

Die Kosten schätzte die Kreisverwaltung zuletzt auf 14 Millionen Euro ohne Steuern – erwartete Steigerungen eingerechnet.

Noch während der laufenden Sitzung endete die Angebotsfrist für wesentliche Arbeiten im Bereich Gebäudetechnik an der multifunktionalen Veranstaltungshalle an der Lüner Rennbahn. Bereits bis Dienstag hatten Unternehmen ihre Offerten für die Bereiche Außenhaut, Stahlbau und Aufzüge abgeben müssen. Mit höheren Investitionen muss der Kreis als Bauherr laut dem Ersten Kreisrat auf jeden Fall bei der Fassade rechnen.

„Belastbare Aussage“ zum Vorsteuerabzug

Vorgestellt wurden die Angebote für die nun eingegangenen rund ein Dutzend Ausschreibungen am Donnerstag im Begleitgremium zum Arena-Bau, in dem neben Kreispolitik und -verwaltung auch die Stadt Lüneburg als zweiter Geldgeber vertreten ist. Nun werden die Zahlen überprüft, „sodass zu einem späteren Zeitpunkt ein belastbares Ergebnis vorliegt“, sagte Krumböhmer im Ausschuss.

Unterdessen hat die Verwaltung beim Finanzamt eine verbindliche Auskunft zum geplanten Vorsteuerabzug beantragt. Wird dieser nicht gewährt, würden die zuletzt veranschlagten Kosten für den Arena-Bau auf fast 16,7 Millionen steigen – dann aber einschließlich Steuern. Ob eine verbindliche Auskunft bis zur entscheidenden Kreistagssitzung am 5. November vorliegt, ist laut Krumböhmer wegen der Kürze der Zeit fraglich. Allerdings habe das Finanzamt eine „belastbare Aussage“ zum Thema Vorsteuerabzug zugesagt, die auch mit der Oberfinanzdirektion abgesprochen sei.

Bereits am Montag wollen Landrat Manfred Nahrstedt und der Erste Kreisrat ein weiteres Gespräch mit Vertretern des Finanzamtes Lüneburg führen.

Von Malte Lühr