Samstag , 8. August 2020
Wirtschaftsminister Bernd Althusmann sieht keine Alternative zum „Alpha E“-Konsensdes Dialogforums Schiene Nord. Die Grünen fordern eine Stellungnahme im Verkehrsausschuss. (Foto: dth)

Klare Absage an ein viertes Gleis

Lüneburg. Die Spekulationen um Berechnungen für einen viergleisigen Schienenausbau zwischen Lüneburg und Uelzen haben für große Unruhe in der Region gesorgt. Doch der niedersächsische Verkehrs- und Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) redet nun Klartext: Auf eine Anfrage der Landeszeitung antwortet er : „Für die Landesregierung gibt es zum Konsens des Dialogforums Schiene Nord zur Alpha-E-Lösung keine Alternative und es gibt auch keinen Anlass für eine Ausweitung der Anzahl der Gleise.“

Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Enak Ferlemann (CDU), sehe ebenso wenig Anlass für solche Veränderungen in den Planungen, heißt es in der Antwort aus Hannover.

Transparenz und Klarheit nötig

Detlev Schulz-Hendel, verkehrspolitischer Sprecher der Grünen im Landtag, wünscht sich dennoch eine direkte Klärung durch die Landesregierung. Einen entsprechenden Antrag auf Unterrichtung hat er nun im Verkehrsausschuss des Landtages gestellt. Schulz-Hendel betont: „Ich gehe davon aus, dass die mehrheitlich festgelegten und abgestimmten Verabredungen des Dialogforums Schiene Nord auch weiterhin Bestand haben. Wenn nun immer wieder aufs Neue durch die Bahn geschürte Gerüchte zu unterschiedlichen Varianten in Umlauf gebracht werden, ist dieses für die Akzeptanz des Projektes Alpha E nicht zielführend.“ Die Menschen in der Region Lüneburg aber auch das Land Niedersachsen bräuchten jetzt „Transparenz und Klarheit zum Ausbau der Strecke Lüneburg-Uelzen“. Mit dem Unterrichtungsantrag wolle er in Erfahrung bringen, wie sich der aktuelle Sachstand derzeit im Verkehrsministerium darstellt.

Althusmann erklärt dazu: „Kern der Alpha-E-Teilmaßnahme zwischen Hamburg und Hannover ist der Bau eines dritten Gleises zwischen Lüneburg und Uelzen, gegebenenfalls Ortsumfahrungen und die Ertüchtigung der Bestandsstrecke zwischen Hamburg und Hannover. Planungen, die dem sorgsam austarierten Konsens des Dialogforums Schiene Nord entgegenstehen, würden auf deutlichen Widerstand des Landes stoßen.“

Ortsumfahrungen bleiben fraglich

Die bislang nicht abschließend geklärte Frage, ob und wo im Bereich von Lüneburg bis Uelzen Ortsumfahrungen erfolgen könnten, eröffnet aus Sicht des Landes „keine Diskussion für eine neue Dimensionierung der Alpha-E-Lösung“.

Von Dennis Thomas