Sonntag , 27. September 2020
Der Gewinnerentwurf aus Hannover schlägt unter anderem einen aufgepflasterten Rathausplatz für Reppenstedt vor, inklusive einer Gartenanlage, die an die Landwehr erinnert. Grafik: NSP Christoph Schonhoff Landschaftsarchitekten Stadtplaner

Reppenstedts neue Mitte

Reppenstedt. Die Aufregung um das vernichtende Gerichtsurteil hat sich gelegt, die Gemeinde Reppenstedt und die Anwohner haben ihren Streit um das Sanierungsgebiet in einem Deal beigelegt, jetzt geht der Blick wieder nach vorne: Nachdem die Millionen Euro schweren Zuschüsse für die Städtebauförderung erhalten bleiben, konzentriert sich die Kommune auf ihr nächstes großes Projekt, um den Ortskern aufzuhübschen. Ganz oben auf der Wunschliste steht die Umgestaltung des Rathausplatzes und des weiteren Umfelds mit Schule und Gellersen-Haus. Dazu hat ein Architekturwettbewerb stattgefunden. Die Sieger stehen nun fest. Die besten Entwürfe werden am Montag, 15. Oktober, in einer Ausstellung der Öffentlichkeit präsentiert.

Die Ausstellung bezeichnet Reppenstedts Gemeindedirektorin Susanne Stille als ersten Schritt, um wieder zur Sacharbeit zurückzukehren. Für die Umgestaltung des Rathausumfelds wurden bei der Kommune insgesamt acht Planungen eingereicht, sogar ein Büro aus Wien habe sich beteiligt. Die Jury habe sich das Auswahlverfahren nicht leicht gemacht, heißt es. Doch letztlich seien sich alle einig gewesen, dass der erste Preis dem Büro „NSP Christoph Schonhoff Landschaftsarchitekten Stadtplaner“ aus Hannover gebührt. Platz zwei geht an „L+ Landschaftsarchitektur Hamburg“ und der dritte Platz an „Hermanns Landschaftsarchitektur Umweltplanung“ aus Schwalmtal. „Leider können nicht alle Vorschläge mit einem Preis bedacht werden“, sagt Stille.

„Bank für alle“ soll zum Verweilen einladen

Der Siegerbeitrag aus Hannover sieht zwischen Rathaus, Gellersenhalle und Gellersen-Haus und der Grundschule einen „großzügigen, offenen Platz“ vor. Der neue „Rathausplatz Reppenstedt“ soll die „neue Mitte“ der Ortes und durch eine einheitliche Pflasterung mit der angrenzenden Dachtmisser Straße zu einem Verkehrsraum für alle werden. Der vorgeschlagene Rathausgarten könnte in Anlehnung an die Lüneburger Landwehr entstehen, „mit sanft geschwungenen Hügeln und Mulden“. Sitzelemente wie eine langgezogene, gebogene „Bank für alle“ sollen zum Verweilen einladen.

Alle eingereichten Vorschläge werden im Gellersen-Haus vom 15. bis 26. Oktober ausgestellt, teilt die Gemeinde Reppenstedt mit. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können die Ausstellung montags bis freitags von 8 bis 12 Uhr und zusätzlich donnerstags von 14 bis 18 Uhr besuchen. Die Unterlagen werden auch auf der Internetseite der Gemeinde Reppenstedt (www.reppenstedt.de) bereitgestellt.

Mit dem Gewinner sollen die Planungen ausgearbeitet und 2020 umgesetzt werden.

Von Dennis Thomas