Donnerstag , 1. Oktober 2020
Katja Grundmann und Anna Sprockhoff erhielten in Frankfurt am Main den Sonderpreis des renommierten Katholischen Medienpreises. Foto: t&w

Medienpreis für LZ-Redakteurinnen

Frankfurt am Main. Hohe Auszeichnung für Katja Grundmann und Anna Sprockhoff: Die beiden LZ-Redakteurinnen erhielten am Donnerstagabend in Frankfurt am Main den Sonderpreis des renommierten Katholischen Medienpreises. Die Jury würdigte damit die Fortsetzung ihres multimedialen Projektes „Aufwachsen als Flüchtlingskind“, erschienen in der Landeszeitung im Oktober 2017 und im Internet unter www.landeszeitung.de/fluechtlingskinder.

Bischof Gebhard Fürst (v.l.), Katja Grundmann (Landeszeitung), Moderatorin Claudia Schick und Joachim Frank (Vorsitzender der Gesellschaft Katholischer Publizisten Deutschlands). Foto: mr

Katja Grundmann und Anna Sprockhoff hatten im vorigen Jahr ihre mehrfach preisgekrönte Serie (unter anderem mit dem Deutschen Lokaljournalistenpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung) fortgesetzt. In „Aufwachsen als Flüchtlingskind – ein Jahr danach“ besuchten sie die Kinder und Jugendlichen in ihren geflüchteten Familien noch einmal, um sich berichten zu lassen, wie es ihnen seitdem ergangen ist.

„Ein eindrucksvoller Einblick in Familien“

Gelungene und gescheiterte Versuche zeichnen die beiden Journalistinnen anhand ihrer jungen Protagonisten nach. Für die Juroren ein multimediales Projekt, „das exemplarisch die Herausforderungen zeigt, vor denen eine ganze Generation Flüchtlingskinder in Deutschland steht“. Katja Grundmann und Anna Sprockhoff seien nah an die Jugendlichen herangekommen, aber auch nicht so nah, dass ihnen die Distanz verloren gegangen wäre. „Ein eindrucksvoller Einblick in Familien, der möglicherweise Vorurteile abbauen und Verständnis für die Situation von (zunächst) fremden Menschen in Deutschland schaffen kann.“

Foto: mr

In ihrer Laudatio lobte  Prof. Dr. Andrea Rübenacker von der Deutsche Welle Akademie Bonn  „Aufwachsen als Flüchtlingskind“ als „ein bemerkenswertes journalistisches Großprojekt“. Katja Grundmann und Anna Sprockhoff hätten den Finger in die Wunde gelegt und mit ihrer Arbeit exemplarisch gezeigt, vor welchen Herausforderungen eine ganze Generation von Geflüchteten stehe.

Verständnis für Menschen und gesellschaftliche Zusammenhänge

Foto: mr

Die Deutsche Bischofskonferenz verleiht den Katholischen Medienpreis jährlich gemeinsam mit dem Katholischen Medienverband und der Gesellschaft Katholischer Publizisten Deutschlands. Mit dem Preis sollen herausragende journalistische Werke gewürdigt werden, die die Orientierung an christlichen Werten sowie das Verständnis für Menschen und gesellschaftliche Zusammenhänge fördern, das Verantwortungsbewusstsein stärken und zum Zusammenleben unterschiedlicher Gemeinschaften, Religionen und Einzelpersonen beitragen.

In diesem Jahr wurden neben dem Sonderpreis für die beiden Redakteurinnen der Landeszeitung in der Kategorie Printmedien Johannes Böhme vom Magazin der Süddeutschen Zeitung und in der Kategorie elektronische Medien Feras Fayyad und Gudrun Hanke-El Ghormi (Arte) ausgezeichnet.

Die Preisträger mit Bischof Gebhard Fürst (v.l.) Gudrun Hanke-El Ghomri (Arte), Johannes Böhme (Magazin der Süddeutschen Zeitung), Katja Grundmann (Landeszeitung) und Joachim Frank (Vorsitzender der Gesellschaft Katholischer Publizisten Deutschlands). Foto: mr

Von Marc Rath