Samstag , 31. Oktober 2020
Lüneburgs Brückenexperte Jörg Silex, Michael Thöring, ehemalige Leoiter der Koordinierungsstelle Verkehrsentwicklung und Uta Hesebeck, Fachbereichsleiterin Straßenbau bei der Hansestadt Lüneburg tragen symbolisch die Barken weg. Nachdem sich die Bauarbeiten an der Lösegrabenbrücke wegen größerer Schäden an der Brücke verzögert hatten, kann die Baustelle jetzt frei gegeben werden. Damit ist Lüneburgs Stadtring wieder frei. (Foto: Hansestadt Lüneburg)

Stadtring ab Samstag wieder komplett frei

Lüneburg. Gute Neuigkeiten für Lüneburgs Autofahrer: Nach umfangreichen Sanierungsmaßnahmen auf dem Stadtring ist jetzt auch die letzte große Baustelle an der Lösegrabenbrücke beendet. Die Sperrungen an der Bockelmannstraße und an der Kreuzung am Schifferwall werden ab Freitag Abend (28. September) abgebaut. Spätestens Samstagmorgen ist die Strecke dann wieder in beide Richtungen befahrbar.

Neben der Fahrbahnsanierung musste die Lösegrabenbrücke umfangreich saniert werden. Parallel dazu hat die Stadt die Situation für Fußgänger und Radfahrer auf der Brücke verbessert, erklärt Uta Hesebeck, Fachbereichsleiterin Straßenbau bei der Hansestadt Lüneburg. „Wir haben den Radweg, der in beide Richtungen befahren wird, um einen Meter verbreitert.“ So könnten künftig gefährliche Situationen an dieser Stelle vermieden werden.

Radweg breiter

Für die Verbreiterung des Radweges wurden die vier Fahrspuren über die Brücke um jeweils 25 Zentimeter schmaler gestaltet. „Wir haben uns die Sperrung der Kreuzung zunutze gemacht, um gleich alle Maßnahmen an dieser Stelle umzusetzen, damit wir nicht in absehbarer Zeit wieder absperren müssen“, so Hesebeck.

Ebenfalls im Zuge der Brückenarbeiten ist die Unterführung unter der Lösegrabenbrücke saniert worden. Hier wurde zum einen der Doppelbelag aus Waschbeton und Asphalt entfernt und durch neues Pflaster ersetzt. Darüber hinaus ist die Umlaufsperre verbreitert worden, damit künftig auch Lastenräder und Fahrräder mit Anhänger die Sperre problemlos passieren können.

Um an der Unfallträchtigen Stelle außerdem die Sicherheit zu erhöhen, hat die Stadt mehrere Piktogamme auf dem Geh- und Radweg angebracht. „Wir erhoffen uns dadurch mehr Aufmerksamkeit der Verkehrsteilnehmer füreinander“, so Hesebeck. Da der Tunnel außerdem sehr dunkel ist, werden hier noch mehrere LED-Leuchten angebracht. Um den Bereich auch optisch zu verschönern, ist außerdem geplant, die Brückenwände mit neuen Graffitis zu gestalten. „Das werden die beiden Künstler machen, die auch schon die Wandrahmbrücke gestaltet haben“, so Hesebeck.

Zweiter Bauabschnitt ab Sommer 2019

Mit den Fahrbahnsanierungen an der Bockelmannstraße sowie auf dem Schifferwall, der Schießgrabenstraße, der Willy-Brandt-Straße und der Universitätsallee ist nun der erste Teil der Maßnahmen Stadtringerneuerung geschafft. In einem zweiten Abschnitt werden voraussichtlich ab Sommer 2019 im Westen des Stadtrings der Sültenweg und der Schnellenberger Weg saniert.

Baumaßnahmen, die in diesem Jahr noch ausstehen, sind die Sanierung der Lünertorstraße sowie der zweite Abschnitt des Meisterweges. „Damit werden wir Mitte November fertig sein – wenn das Wetter mitspielt“, so Hesebeck. In der Summe hat die Stadt Lüneburg dann in diesem Jahr mehr als 17 000 Quadratmeter Fahrbahn saniert. Das Gesamtvolumen dafür beträgt 1,4 Millionen Euro. Ein Großteil der Baumaßnahmen ist zu 60 Prozent gefördert durch GvfG-Mittel von Land und Bund. lz