Sonntag , 25. Oktober 2020
Das mosaique-Team vor dem Haus der Kulturen an der Katzenstraße. Foto: privat

Die Chance auf 10.000 Euro Preisgeld

Lüneburg. Mosaique – Haus der Kulturen Lüneburg und die Lebenshilfe Lüneburg-Harburg sind im Rennen um den mit 10.000 Euro dotierten Publikumspreis des Deutschen Engagementpreises 2018. Noch bis zum 22. Oktober kann unter https://www.deutscher-engagementpreis.de/publikumspreis abgestimmt werden.

Für den Deutschen Engagementpreis vorgeschlagen wurde die Lüneburger Kulturinstitution mosaique vom Verein Start Social. Erst im Juni wurde das mosaique-Team von Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin ausgezeichnet. Das Haus der Kulturen ist ein innovatives Kulturzentrum für alle Menschen mitten in Lüneburg. Seit März 2018 ist es eröffnet.

Abstimmung läuft online

Menschen aus aller Welt gestalten den Ort mit interkulturellen Projekten – von Kochen über Kunst & Kultur bis Sport und Musik. Das Haus der Kulturen umfasst internationale Wohngemeinschaften, Beratungs- und Orientierungsangebote und einen Veranstaltungssaal. Hier wird die Vision einer friedlichen Welt gemeinsam gestaltet. Einheit in Vielfalt ermöglicht das (Er)leben von Gemeinschaft. „Mosaique lebt von Ehrenamt und Spenden – der Preis wäre für die zahlreichen ehrenamtlich Engagierten eine großartige Form der Wertschätzung ihrer Arbeit“, freut sich Corinna Krome, die Vereinsvorsitzende. Sie erklärt sich die hohe Begeisterung der zahlreichen Freiwilligen durch „die Möglichkeit zur Partizipation bei einem ganz konkreten Vorhaben und den Austausch mit unterschiedlichen Menschen“. Und sie fügt hinzu: „Mit dem Preisgeld könnten wir noch mehr niedrigschwellige Projekte ermöglichen.“

Lebenshilfe hilft der Elbtalaue

In dem Ehrenamtsprojekt „Gemeinsam für die Natur“ der Lebenshilfe engagieren sich Ehrenamtliche aus der Lebenshilfe mit und ohne Behinderungen im Naturschutz. An mehreren Samstagen im Jahr machen sich etwa 20 Ehrenamtliche auf den Weg ins Biosphärenreservat Elbtalaue, um sich nützlich zu machen. Je nach Jahreszeit wird mal eine Totholzhecke angelegt, als Schutzraum für Igel und Insekten, die Heide „entkusselt“, Apfelbäume gepflanzt oder ein im Sommer trockengefallener Teich von Weidensämlingen befreit. Was genau ansteht, erfahren die Ehrenamtlichen vor Ort vom Kooperationspartner, dem Biosphärenreservat Elbtalaue. In einfacher Sprache wird den Ehrenamtlichen erklärt, welche Arbeiten anstehen und vor allem: warum. So werden Bildungsinhalte aus dem Naturschutzbereich für alle verständlich und die Schlagworte Inklusion und Nachhaltigkeit ganz konkret umgesetzt.

Träger des Deutschen Engagementpreises ist das Bündnis für Gemeinnützigkeit. rast