Freitag , 25. September 2020
Feuerwehrleute sichern einen Lkw-Anhänger, den der Sturm auf der Elbbrücke herumgewirbelt hatte. (Foto: tja)

Elbbrücke stundenlang gesperrt

Rönne/Geesthacht. Der erste Herbststurm des Jahres hat die Berufspendler zum Feierabend am Freitagnachmittag ins Chaos gestürzt. Straßen waren gesperrt, Bahnverbindungen eingestellt. Über Stunden ging nichts mehr. Feuerwehren waren im Dauereinsatz, nachdem die ersten Ausläufer des Sturms die Region ereicht hatten.

Auf der Elbbrücke zwischen Rönne und Geesthacht wurde gegen 13.30 Uhr eine Smart-Fahrerin (51) aus der Elbmarsch verletzt, als der Sturm einen entgegenkommednen Laster mit Anhänger herumwirbelte. Der Anhänger stürzte um. Die Frau versuchte nach Polizeiangaben noch auszuweichen, landete mit ihrem Kleinwagen aber in der Leitplanke und wurde dann von dem Anhänger getroffen. Rettungskräfte brachten sie verletzt ins Johanniter-Krankenhaus.

Kilometerlange Staus

Nach dem Unglück musste die Elbbrücke stundenlang voll gesperrt werden. „Als wir am Einsatzort waren, richtete eine weitere Sturmböe den Anhänger wieder auf, er wurde dabei aber gefaltet“, sagte Ingo Schwarz, Zugführer der Feuerwehr. Während die Polizei die Brücke komplett sperrte, schnitten Feuerwehrleute zunächst die Plane aus dem Anhänger. Schwarz: „So konnten wir dem Wind Angriffsfläche nehmen.“ Anschließend wurde das Gestell auf dem Anhänger mit Hilfe einer Säbelsäge und einer Rettungsschere entfernt. Polizisten begleiteten den Lastwagen anschließend von der Brücke.

Der Verkehr staute sich auf der Autobahn 25 aus Richtung Hamburg bis Curslack zurück, auch aus Richtung Lüneburg gab es vor der Elbbrücke einen mehrere Kilometer langen Stau. Für viele Berufspendler war auf dem Weg ins Wochenende Geduld gefragt. Im Geesthachter Stadtgebiet staute es sich auf den Zufahrten zur Elbbrücke ebenfalls weit zurück, zumal dort die Umleitung wegen der noch gesperrten Bundesstraße 404 in Besenhorst verläuft. tja