Montag , 26. Oktober 2020
Mitte August hatten Unbekannte nahe der Johanniskirche einen Müllcontainer angesteckt. Feuerwehrleute verhindern, dass Flammen ins Dach schlagen. (Foto: Feuerwehr)

Polizei fasst mutmaßliche Brandstifter

Lüneburg. Brandserien beschäftigen die Stadt seit Mai. Jetzt hat die Polizei vier Verdächtige ermittelt, die für mehrere Feuer Mitte August infrage kommen: Ein Quartett im Alter zwischen 15 und 24 Jahren soll unter anderem vor gut einem Monat an der St. Johanniskirche mehrere Müllcontainer angesteckt haben, allein hier entstand ein Schaden von mehrerern Tausend Euro. Die vier könnten in derselben Nacht auch am Sand, auf dem Kreideberg und Auf der Höhe gezündelt haben.

Die Beamten aus dem Kommissariat Jugendkriminalität gehen davon aus, dass der 15-Jährige mit Komplizen drei Nächte zuvor an der Gummastraße „aktiv“ war: Dort brannte neben einem Lokal eine Mülltonne und richtete einen Sachschaden von rund 10 000 Euro an. Das Lokal war überdies wegen der Schäden und des Brandgeruchs mehrere Tage geschlossen. Flammen loderten damals noch an der Volgerstraße im Roten Feld und an der William-Watt-Straße in Jüttkenmoor. Die Ermittler sehen einen Zusammenhang. Zudem prüfen sie, ob die die vier Beschuldigten für weitere Taten in Frage kommen. Sie schweigen auf die Frage, ob Geständnisse vorliegen.

Ein 17-Jähriger aus der Gruppe kam in Untersuchungshaft. Das Amtsgericht hat wegen anderer Delikte einen Haftbefehl gegen den Jugendlichen erlassen. Er sei „ein guter Bekannter“ der Polizei, heißt es.

Die Polizei ermittelt gegen weiterer Verdächtige, die für Brände am Kreideberg verantwortlich seine sollen, wie berichtet, hatte eine Streife damals einen 16- und einen 22-Jährigen gestellt. Zudem haben die Fahnder nach LZ-Informationen einen jungen Mann aus dem Bereich am Weißen Turm im Fokus, er soll möglicherweise am Salzmuseum und Schröder’s Garten Brände gelegt haben. ca